Nach umstrittenen Aussagen zur FFP2-Maskenpflicht in Gottesdiensten hat der Castrop-Rauxeler Pastor Winfried Grohsmann jetzt seine Meinung revidiert. © Stephan Schütze (Archiv)
Maskenpflicht in Gottesdiensten

„Gibt klare Regeln“: Castrop-Rauxeler Pastor rudert in Maskenfrage zurück

Nach seinen Aussagen zur FFP2-Maskenpflicht in Gottesdiensten ist ein Castrop-Rauxeler Pastor zurückgerudert. Die höherklassigen Masken müssten auch in seinen Gottesdiensten getragen werden.

Die Aussagen des Castrop-Rauxeler Pastors Winfried Grohsmann zur FFP2-Maskenpflicht in Gottesdiensten waren deutlich: In dieser Frage vertrete er „ein Kann, kein Muss“, da er sich nicht sicher sei, wie gut ehrenamtliche Ordnungskräfte an den Kircheneingängen die Maskenpflicht überhaupt kontrollieren könnten.

Nach der Berichterstattung durch unsere Redaktion ruderte der Vorsitzende des Pastoralverbundes Castrop-Süd nun mit seiner Meinung zurück: „Es gibt klare Regeln. An die halten wir uns.“

Medizinische Masken liegen an Eingängen bereit

Es lägen auch an den Kirchen-Eingängen medizinische Masken für diejenigen bereit, die sich möglicherweise selbst solche Masken nicht leisten könnten, aber dennoch an Gottesdiensten teilnehmen wollten. „Wir möchten Menschen nicht einfach abweisen“, erläutert Grohsmann die Entscheidung der Gemeindegremien.

Gerade das Miteinander in den Gemeinden in diesen schwierigen Zeiten freue den Pastor. „Alle sind dann gerne behilflich. Jeder, der kommt, ist eingeladen“, betont Pfarrer Grohsmann. Die Unterstützung sei groß.

Erzbistum Paderborn rät dringend zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen

Dass auch andernorts im Erzbistum Paderborn die geltenden Schutzmaßnahmen bei Präsenzgottesdiensten eingehalten werden, weiß Bistumssprecher Benjamin Krysmann. „Die gewissenhafte Einhaltung der Schutzregeln ist für uns selbstverständlich“, betont er.

Viele Gläubige seien froh und dankbar für die Möglichkeit, Gottesdienste in Präsenz feiern zu können. „Sie schenken gerade in dieser Zeit Heimat, Trost und Geborgenheit.“

Gemäß der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung dürfen Gottesdienste in Nordrhein-Westfalen mit Besuchern unter strengen Hygienevorschriften stattfinden. In Castrop-Rauxel haben die evangelischen Gemeinden aber bereits vor Weihnachten beschlossen, zu Gottesdiensten vorerst keine Besucher mehr zuzulassen und allenfalls Gottesdienste im Internet zu übertragen.

Katholische Gemeinden lassen in Castrop-Rauxel Besucher zu

Während beispielsweise im benachbarten Dortmund auch einige katholische Gemeinden keine Präsenz-Gottesdienste mehr feiern, haben sich in Castrop-Rauxel die katholischen Gemeinden dafür entschieden, zu Gottesdiensten weiterhin Besucher in die Kirchen zu lassen.

Parallel dazu überträgt aber die St.-Elisabeth-Gemeinde, die Teil des Pastoralverbunds Castrop-Rauxel-Süd ist, ihre Sonntags-Messe weiterhin ins Internet.

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Geboren in Dorsten, nach kurzem studienbedingten Besuch im Rheinland jetzt wieder in der Region. Hat Literatur- und Theaterwissenschaften studiert, findet aber, dass sich die wirklich interessanten Geschichten auf der Straße und nicht zwischen zwei Buchdeckeln finden lassen.
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