Gibt es eine gemeinsame Lösung für die Alte Eiche? Bürgermeister schreibt offenen Brief

Alte Eiche

Die Alte Eiche sorgt seit Monaten für Aufregung. In einem offenen Brief kündigte Bürgermeister Rajko Kravanja am Mittwochnachmittag einen neuen Lösungsvorschlag an. Es geht ums Reden.

Castrop-Rauxel

, 23.10.2019, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gibt es eine gemeinsame Lösung für die Alte Eiche? Bürgermeister schreibt offenen Brief

Seit Anfang Oktober besetzt „HambiPotter“ die Alte Eiche. Der Kampf um den Baum sorgt inzwischen auch über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen. © Matthias Stachelhaus

Das Baugebiet „Wohnen an der Emscher“ beschäftige die Stadt bereits seit mehreren Jahrzehnten. Das schreibt Bürgermeister Rajko Kravanja in einem offenen Brief, den die Stadtverwaltung am Mittwochnachmittag veröffentlichte. Das alte Vorhaben sei „nicht unumstritten“.

Kravanja weiter: „Insbesondere der Erhalt einer 250 Jahre alten Eiche wurde in den letzten Monaten zum Politikum. Nach Sammlung von Unterschriften, der Gründung eines Vereins zum Erhalt der Eiche, Protesten im Stadtrat, der Einbringung eines Bürgerbegehrens und letztendlich der Besetzung der Eiche seit dem 01.10.2019 sind die Fronten in unserer Stadt verhärtet.“

Bürgermeister lädt zu einem Austausch über die Alte Eiche ein

Ein zielführender Austausch sei kaum mehr möglich. Das soll sich nun ändern. „Als Bürgermeister der Stadt Castrop-Rauxel bin ich daran interessiert, einen Ausgleich der Interessen herbeizuführen, sofern dieser möglich ist“, schreibt der Bürgermeister. In den letzten Tagen sei Bewegung in die Angelegenheit gekommen, unter anderem durch ein Treffen mit den Aktivisten.

„Ich möchte die verschiedenen Akteure zu einem Austausch unter Moderation eines neutralen Mediators einladen.“ Vorschläge zum möglichen Erhalt der Eiche sollten ausgetauscht und ein Weg gefunden werden, der bereits vor endgültiger Klärung dieser Frage eine Realisierung „möglichst großer Teile des Wohngebietes ermöglicht“.

Ein Termin werde in den kommenden Tagen mit allen Akteuren vereinbart.

Der offene Brief im Wortlaut:

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