Gesamtschule Waltrop über Chancen und Risiken eines zweiten Standorts in Castrop-Rauxel

dzSchulen

In Ickern sollen bereits im nächsten Jahr Gesamtschüler unterrichtet werden, aber das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Die Gesamtschule Waltrop äußert noch Bedenken.

Ickern

, 15.11.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, dass die Gesamtschule Waltrop einen Teilstandort an der ehemaligen Janusz-Korczak-Gesamtschule (JKG) eröffnet. Am 28. Oktober signalisierte die Waltroper Bürgermeisterin Nicole Moenikes dem Castrop-Rauxeler Amtskollegen Rajko Kravanja in einem Brief die Bereitschaft für einen zweiten Standort in Ickern.

In diesem heißt es: „Auch wenn die Lösung einer Dependance in Castrop-Rauxel aus Sicht der Waltroper Gesamtschule nicht als ideal angesehen wird, wird sich die Schule im Sinne der Schülerinnen und Schüler sowohl der hiesigen Gesamtschule der Stadt Waltrop als auch der Castrop-Rauxeler Schülerinnen und Schüler nicht verschließen.“

Gesamtschule Waltrop kann sich Zusammenarbeit vorstellen

Aber was sagt eigentlich die Schulleitung? Nachdem die WBG-Schulleiterin Violetta Kroll-Baues zusammen mit der Schulkonferenz eine Dependance der Castrop-Rauxeler Gesamtschule am zweiten Standort ablehnte, bleibt eigentlich nur noch diese eine Lösung.

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Jetzt meldet sich die Direktorin der Gesamtschule Waltrop, Ulrike Waterkamp, in einer Stellungnahme zu einer möglichen Kooperation selbst zu Wort: „Vor dem Hintergrund der regionalen Schülerzahlenentwicklung kann sich die Gesamtschule Waltrop eine Zusammenarbeit mit der Stadt Castrop-Rauxel vorstellen.“

Für diese Entscheidung spricht aus Sicht der Gesamtschule Waltrop unter anderem, dass „in den letzten Jahren (man) bei der Neuaufnahme in den fünften Jahrgang immer zwischen 25 und 45 Anfragen von Eltern aus Castrop verzeichnen konnte“.

Bis zum Schuljahr 2020/21 könnte der zweite Standort stehen

Pikant aber: Ulrike Waterkamp hält einen zweiten Standort in Ickern „in keiner Weise für erstrebenswert“. Als Gründe nennt sie zum Beispiel notwendige Renovierungsarbeiten an der ehemaligen JKG sowie die Schwierigkeit, Lehrerstellen zu besetzen. Trotz der Bedenken hält Ulrike Waterkamp die Etablierung eines zweiten Standortes sogar für das Schuljahr 2020/2021 für noch „darstellbar“.

Gesamtschule Waltrop über Chancen und Risiken eines zweiten Standorts in Castrop-Rauxel

Gesamtschul-Leiterin Ulrike Waterkamp © Markus Wessling

Am 21. November wird sich Betriebsausschuss 2 der Stadt Castrop-Rauxel mit der „Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung“ beschäftigen. Eine Beschlussvorlage sieht die „Bildung eines Teilstandortes der Gesamtschule Waltrop“ an der ehemaligen JKG bis zum Schuljahr 2020/2021 in Trägerschaft der Stadt Waltrop vor.

Letztlich müsste die Politik in Waltrop diesem Beschluss noch zustimmen. Bei der Schulausschuss-Sitzung am Dienstag stand das Thema nur unter Mitteilungen an. Es muss also noch in die nächste Sitzungsrunde gehen, ehe es beschlossen werden könnte - und die ist erst Anfang 2020.

Die Stellungnahme der Gesamtschule Waltrop im Wortlaut:


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