„Genießt euer Dolce Vita“: Bewegender Abschiedsbrief an die Macher des Martins

dzFamilie Scolaro

Das Martins geht, Erinnerungen bleiben. Beim Basar verkauften Enzo und Pina Scolaro reichlich. Ein Spezial-Stück bleibt ihnen. Jetzt schrieb ein Stammgast einen bewegenden Abschiedsbrief.

Castrop-Rauxel

, 30.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Viele Dinge konnten die Scolaros verkaufen: Pina und Enzo haben ihr „Martins“, eines der beliebtesten Lokale der Altstadt, geschlossen. Auf einem Basar boten sie ihr Interieur an. „Wir sind viele Dinge losgeworden“, sagt Pina Scolaro nun. „Es war definitiv eine gute Idee, den Basar zu veranstalten.“

„Nicht nur für uns ist die Schließung schade“

Es kamen viele Leute - auch alte Gäste, die für sich ein Andenken gesucht hätten. Pina Scolaro deutet das so: „Nicht nur für uns ist die Schließung des Martins schade.“

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In der Tat nicht: „Eine italienische Ära ist zu Ende gegangen“, schreibt Claudia Klaus, eine Freundin der Familie, in einem offenen Brief. Sie lernte die Scolaros in den 60ern in den Aapwiesen kennen. „In den 70ern waren wir gerne bei ihren Eltern bei ‚Michele‘ an der Wittener Straße“, erinnert sie sich, „und haben dort unzählige Stunden verbracht.“

Und nun? „Genießt euer Dolce Vita und bleibt gesund“, so Claudia Klaus. „Vergesst uns nicht, ihr bleibt immer ein Herzstück von Castrop-Rauxel. Danke für die italienischen Jahrzehnte, die wir bei euch verleben durften. Amo tutto und Glückauf!“

Viele Interessenten, aber kein Käufer

Ein Teil ist den Scolaros übrigens geblieben: „Den Kronleuchter konnten wir nicht verkaufen“, sagt Pina Scolaro am Montag. „Es gab sehr viele Interessenten, aber die meisten hätten so ein großes Objekt einfach nicht in ihrem Haus unterbringen können. Den müssen wir demnächst selbst abmontieren.“

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