Gefahren am Bahnhof: Mehr Lkw sollen auf B235 fahren

Straßenverkehr

Schwerlastverkehr ist in Castrop-Rauxel ein Problem. Und das nicht erst seit der neuen Diskussion um das geplante Gewerbegebiet Knepper. Für eine Lösung belebt die Stadt eine alte Idee neu.

Castrop-Rauxel

, 03.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Brücke an der B235 hat eine Höge von 3,90 Meter. Das ist für manch einen Lastwagen zu wenig. Darum soll die Bundesstraße hier schon seit Jahren vertieft werden.

Die Brücke an der B235 hat eine Höge von 3,90 Meter. Das ist für manch einen Lastwagen zu wenig. Darum soll die Bundesstraße hier schon seit Jahren vertieft werden. © Volker Engel

Rüdiger Melzner ist mit seinem Bestattungsunternehmen Anlieger der Bahnhofstraße. Er setzt sich darum immer wieder für Rauxeler Themen ein. Bei der Ratssitzung Ende Februar beanstandete er den Schwerlastverkehr im Stadtteil.

Nach dem Umbau der Schranke am Bahnübergang Westring in Bladenhorst und der Vermarktung des Mittelstandsparks West habe der Schwerlastverkehr auf der Bahnhofstraße stark zugenommen. Das sei am Bahnhof eine Gefahr. „Wir würden befürworten, die B235 endlich zu vertiefen“, erläuterte er einen SPD-Antrag im Stadtrat.

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Dabei geht es um die Habinghorster Straße zwischen Europaplatz und Siemensstraße: Manche Lastwagen können die Eisenbahnbrücke dort nicht unterqueren, weil sie nicht hoch genug ist.

Hoffnung auf Fördergeld ist dahin

Bürgermeister Rajko Kravanja bestätigte, die Vertiefung habe an Priorität gewonnen: „Wir sind beim Knepper-Kraftwerk gemeinsam mit Dortmund im Gespräch über die Projekte, die sich daran anschließen“, sagt er und offenbarte: „Das Projekt um das Gelände hätten wir eigentlich gern in einem Fördertopf durch den beschlossenen Ausstieg aus der Kohleverstromung gesehen.“ Das klappe nicht, weil das Kraftwerk schon seit 2014 und damit zu lange stillgelegt ist.

In Dortmund, so Kravanja, stehe der Ausbau des Autobahnkreuzes Castrop-Rauxel-Ost (A42/A45) auf der Agenda. „Und wir haben das Thema Brückenvertiefung.“ Der Stadtrat beschloss einstimmig, dass die Stadtverwaltung stärker darauf hinwirken möge.

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