Eine spezielle Bank gibt es schon in Castrop-Rauxel: die mit dem City-Tree am Hauptbahnhof. Jetzt will die FWI weitere Bänke, diesmal allerdings mit Solarpanels zum Aufladen von Smartphones. © Abi Schlehenkamp (A)
Vorbild Herne

FWI will Solarsitzbänke mit USB-Steckdosen für Castrop-Rauxel

Stehen in Castrop-Rauxel zukünftig an verschiedenen Stellen Bänke, an denen man sein Smartphone aufladen kann? Politiker fordern Solar-Sitzbänke für die Europastadt.

Diese Situation kennen viele, die ihr Smartphone gern und häufig nutzen: Da ist man gerade unterwegs, gerade zumal in der Kälte im Winter, und da geht einem der Strom aus. Akku leer. Aber man wartet doch auf einen dringenden Anruf oder braucht doch noch die genaue Adresse, die man per Mail zugeschickt bekommen hatte, um sein Ziel zu finden.

Wenn der Handy-Akku leer ist, sind viele Menschen heute praktisch kopf- und machtlos. Da sollen Solar-Sitzbänke in Castrop-Rauxel in der Zukunft vielleicht Abhilfe schaffen: Die FWI-Fraktion hat im Stadtrat einen Antrag eingebracht, der die Aufstellung von Bänken mit USB-Steckdosen und Induktionsflächen für das Laden ohne Kabel vorschlägt.

Vorbild soll eine Initiative der Nachbarstadt Herne sein: Dort stellte die Stadt Anfang Januar eine Solarbank am Friedrich-Ebert-Platz auf, die mit 5000 Euro vom Regionalverband Ruhr finanziert wurde. Mit dem Geld ließ sich ein Fundament bauen und die Bank anschaffen und aufstellen. Unterhalten wird sie vom Bereich Umwelt der Stadtverwaltung. Der RVR steht hier Pate für die Initiative Solar-Metropole Ruhr, durch die der Ausbau der Solarenergie-Nutzung im Ruhrgebiet gefördert werden soll.

Busbahnhof und Groß-Spielplatz vorgeschlagen

Zunächst geht es der FWI in Castrop-Rauxel um zwei Bänke als Versuch: „Unser Vorschlag ist eine am Busbahnhof und die andere am neuen Spielplatz am Hallenbad“, sagte Annette Korte, Fraktionsvorsitzende der Freien Wählerinitiative, am Donnerstag (18.2.) im Stadtrat.

Die Möglichkeiten der Solarenergie seien noch lange nicht ausgeschöpft. Man wolle sie noch bekannter zu machen, so Korte in ihrem Antrag: „Solarbänke sind ein sichtbarer und erfahrbarer Einstieg in den Klimaschutz“, findet sie. Die Bänke seien Alleskönner: stabile Stahlkonstruktion, an der bis zu vier Smartphones per USB oder Induktion zeitgleich aufladen können.

Auch dann, wenn die Sonne nicht scheint, denn einen Akku beinhaltet die Bank auch. Auch W-Lan könne die Stadt im Umkreis von zehn Metern zur Verfügung stellen, so Korte. Eine indirekte Beleuchtung sorge im Dunklen für Sicherheit.

Werbepartner könnten Unterhaltung sponsern

Fördermittel könnten wie in Herne beim RVR beantragt werden, so der Vorschlag. Versicherungsschutz und Wartung müssten durch die Stadt geregelt, könnten aber auch durch einen Werbepartner, der ein Logo auf die Bank drucken dürfte, finanziert werden.

Die Stadtverwaltung sagte zu, diesen Antrag nun zu prüfen: Wäre das in Castrop-Rauxel möglich? Wären die vorgeschlagenen Standorte sinnvoll? Möglicherweise könnte man die Stadtwerke als Akteur gewinnen, die die Energiewende vor Ort aktiv vorantreiben soll.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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