Diese Rechtsabbiegerspur am Engelsburgplatz in Richtung Castrop / Merklinde hat noch keine Ampelschaltung. Vielleicht wird das hier nachträglich eingerichtet. © RVR 2019 Aerowest / Meixner
Verkehrspolitik

Für sicheren Verkehr: Am Engelsburgplatz soll sich etwas ändern

Der Verkehr ist für die CDU Castrop-Rauxel ein großes Thema. Jetzt hat sie zum digitalen Austausch eingeladen. Es ging um Unfallschwerpunkte, Radstraßen und um Busse.

Im Kommunalwahlkampf hat die CDU Castrop-Rauxel angekündigt, dass das Thema Verkehr in der gerade begonnenen Ratsperiode wichtig werden soll. Jetzt hat sie zu einem Zoom-Meeting Mitglieder und interessierte Bürger eingeladen. Thomas Roehl, Leiter des Ordnungsamtes, war als Experte dabei.

Das Interesse an dem digitalen Austausch am Dienstagabend hielt sich in Grenzen. Yasemin Breilmann, CDU-Sprecherin in den Ausschüssen für Verkehr auf Stadt- und Kreisebene, konnte keine 20 Teilnehmer begrüßen. Die, die dabei waren, aber hatten häufig Anliegen.

Thomas Roehl hatte erst einmal eine gute Nachricht. Derzeit gibt es nur einen offiziellen Unfallschwerpunkt in Castrop-Rauxel. An der Ausfahrt des Media-Markts auf die Siemensstraße hat es häufiger geknallt. Da wolle man aktiv werden. „Wir sind sehr gut aufgestellt und reagieren sehr schnell und umgehend, wenn wir Hinweise aus der Bevölkerung bekommen“, betonte er.

Gefährliche Verkehrssituationen sind Frage der Wahrnehmung

Eine weitere Stelle hat die Stadt im Blick, so Roehl. Am Engelsburgplatz hat der freie Rechtsabbieger Richtung Süden bisher keine Ampel. Vor allem, wenn Autofahrer zügig auf die linke Spur wechseln würden, sei das nicht unkritisch. Eine Ampel hier sei „in der Pipeline“, so Roehl, der auch darauf verwies, dass man mit anderen Partnern wie Kreis oder Straßen.NRW zusammenarbeite.

An der Siemensstraße gibt es laut Ordnungsamts-Leiter Thomas Roehl einen Unfallschwerpunkt: die Ausfahrt vom Media-Markt-Parkplatz.
An der Siemensstraße gibt es laut Ordnungsamts-Leiter Thomas Roehl einen Unfallschwerpunkt: die Ausfahrt vom Media-Markt-Parkplatz. © RVR 2018 Aerowest/Meixner © RVR 2018 Aerowest/Meixner

Wo es gefährliche Verkehrssituationen gibt, das ist oft eine Frage der Wahrnehmung. Auch das sagte Thomas Roehl. Subjektiv empfinde ein Bürger manche Stellen im Straßenverkehr als sehr unfallträchtig, was die Zahlen dann aber nicht belegen würden. Für Anregungen sei man aber immer offen.

Am Engelsburgplatz soll eine weitere Ampel für Verkehrssicherheit sorgen.
Am Engelsburgplatz soll eine weitere Ampel für Verkehrssicherheit sorgen. © Tobias Weckenbrock © Tobias Weckenbrock

Die kamen denn auch. Yasemin Breilmann nannte den Bereich Dortmunder Straße/Cottenburgstraße/Grimbergstraße als eine „Stelle mit extremen Gefahrenpotenzial“. Dazu habe man schon einen Antrag gestellt. Die Einmündung Dortmunder Straße/Merklinder Straße, die Lambertstraße in Henrichenburg, die Klöcknerstraße als Rennstrecke, zu viele Lkw auf der Oststraße – Thomas Roehl bekam einige Anregungen und bot gleich auch einen Ortstermin an.

Ampelschaltung: „Manchmal reicht eine halbe Sekunde mehr Rot“

Auch der Bitte, die Ampelschaltung an der B 235 und Auffahrt zur A2 zu optimieren, will er nachgehen. „Manchmal reicht eine halbe Sekunde mehr Rot“, sagte er. Schaltungen würden sich zum Teil anders verhalten als ursprünglich angegeben.

Jörg Jedfeld, Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität des Kreistages Recklinghausen, berichtete über die Fortschreibung des Nahverkehrsplans. Ein Schnellbus von Recklinghausen über Castrop-Rauxel zur FH Dortmund ist ein Thema, das die CDU vorantreiben wolle. Auch eine Direktanbindung vom Recklinghäuser Hauptbahnhof zur Ruhr-Universität Bochum sei wünschenswert, das sei allerdings ein überregionales Projekt.

Bessere Busverbindungen gefordert

Eine bessere Verbindung von Schwerin nach Merklinde, eine schnelle Busverbindung zwischen Castrop-Rauxel und Waltrop, Busse von Castrop-Rauxel in die Bochumer Innenstadt, eine bessere Anbindung des Ortsteils Becklem – das alles wurde in dem 90-minütigen Zoom-Meeting angesprochen.

Dran bleiben will man auch beim Thema Radwege. Noch sei der Kreis aber dabei, ein Kataster zum Zustand zu erarbeiten, so Jörg Jedfeld. Um den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen, wolle man sich auf Kreisebene für Mobilstationen stark machen. An solchen Orten treffen Reisende auf mehrere Verkehrsmöglichkeiten, also zum Beispiel Radverleih, Bus- und Bahnstationen oder Carsharing.

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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