Fünf zentrale Entscheidungen des Castrop-Rauxeler Stadtrats im Überblick

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Der Castrop-Rauxeler Stadtrat tagte am Donnerstag (30.4.) erstmals in der Stadthalle, nur in halber Besetzung und lief live im Internet - Corona sei Dank. Die Entscheidungen im Überblick.

Castrop-Rauxel

, 01.05.2020, 20:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alte Eiche bleibt: Mit großer Mehrheit bei einer Gegenstimme (Linke) und einer Enthaltung (Linke und FDP) verabschiedete der Rat den Verwaltungsvorschlag, den Bebauungsplan 245 zu „heilen“. Der umfasst das Baugebiet „Wohnen an der Emscher“ und sah vor, 70 Gebäude zu errichten und die Alte Eiche zu fällen. Doch der Rat entschied nun nach Kompromissverhandlungen zwischen Stadt, BUND und Investor für einen Vorschlag der Verwaltung, den Plan zu verändern. Die Eiche bleibt erhalten.

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Schulentwicklungsplan: Die zweite Gesamtschule kann kommen, die Sekundarschule wird auslaufen. Das entschied der Rat einstimmig. Die Grünen scheiterten zuvor noch mit einem Antrag, die Sekundarschule aus dem Plan rauszunehmen und zu erhalten. Dem hatte die Bezirksregierung eine Absage erteilt. In Ickern kann also eine Gesamtschule entstehen. Die WBG und die Realschule haben einer Beschränkung auf vier Züge zugestimmt. 2021 soll es los gehen mit vier fünften Klassen.

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Bürgerbudget: Nach dem kurzzeitigen Alarm um für zwei Stadtteiljubiläen zugesagte Prämien kurz vor der Sitzung hat der Rat einstimmig ein anderes Vorgehen beschlossen: Noch in diesem Jahr werden 35.000 Euro an Bürger und Vereine ausgeschüttet, die sich mit Projekten bewerben können. Die jährliche Summe steigt auf 75.000 Euro. Der Verteilungsschlüssel orientiert sich an den Einwohnerzahlen der Stadtteile. Es gibt ein zweistufiges Vergabeverfahren: Erst prüft ein BüBüBei (Bürgerbüdget-Beirat), ob Projekte den Richtlinien entsprechen, und schlägt eine Auswahl dem Hauptauschuss vor, der Geld zuteilt. Die Stadtteilfeste für 800 Jahre Ickern und Pöppinghausen 2020 werden anders gefördert.

Spielplatzplan: Bei zwei Gegenstimmen der Grünen kommt es wie angedacht: Am Hallenbad wird ein großer Spielplatz mit Bürgerbeteiligung gebaut. Es soll ein zentraler, der größte Spielplatz für die ganze Stadt, entstehen. 350.000 Euro stehen bereit. Für andere Spielplätze gibt es weitere 100.000 Euro zur Sanierung, weit mehr als in den vergangenen Jahren. Die Grünen waren gegen das Konzept eines zentralen Spielplatzes.

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Flächennutzungsplan für Emscherland 2020, Bebauungspläne für Baugebiet Pallasstraße/Wetterschacht und für den Gesundheitscampus am EvK: Die Ratsmitglieder stimmten mit großer Mehrheit oder einstimmig für diese Entwicklungs- und Bauvorhaben in der Stadt. Grüne und Linke waren bei Emscherland 2020 nicht dabei und stimmten bei dem Großprojekt, das der Bürgermeister erneut als extrem bedeutend für die Stadt darstellte, nicht mit für die Planänderung. Beim Gesundheitscampus, wo eine Großküche, ein Kindergarten, ein Pflegeheim und eine Einsatzzentrale der Johanniter entstehen soll, waren alle dabei. Die Grünfläche zwischen B235, Café del Sol und EvK kann also bebaut werden. Gleiches gilt für das Ackerland am Netto Pallasstraße, wo unter anderem eine Kita und ein Feuerwehrhaus für den Löschzug Rauxel-Dorf und viele Wohnungen gebaut werden.

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