Die Fridtjof-Nansen-Realschule ist zurzeit geschlossen. Das Coronavirus und andere Erkrankungen in der Lehrerschaft haben dort nun noch größere Kreise gezogen. © Stadt
Coronavirus

FNR-Mama erleichtert: Diese Schließung wird der Realschule gut tun

Es gab Gerüchte und Diskussionen über die Corona-Infektionen an der Fridtjof-Nansen-Realschule. Eine Mutter ist über die neueste Entwicklung, die bei vielen Kopfschütteln verursachte, heilfroh.

Der Montag (23.11.) war sicher einer der eisigsten Tage der Fridtjof-Nansen-Realschule seit Jahren. Oder der heißeste, ganz wie man will. Denn eine ziemlich spontane Schließung der ganzen Schule, obwohl schon Schüler da waren: Das gab es zuvor so noch nie. Und auch noch nicht im ganzen Kreis Recklinghausen seit Ausbruch der Corona-Pandemie.

Eltern haben sich am Tag selbst schon reichlich gemeldet, eine Mutter gibt aber nun einen neuen Impuls. Sie sagt: „Ehrlich gesagt bin ich froh darüber, dass die Schule jetzt eine Pause bekommt. Ich denke, 14 Tage würden dem Infektionsgeschehen an der Schule gut tun.“

Das Wie sei dumm gelaufen, „da die Kinder wie bestellt und nicht abgeholt auf dem Schulhof standen“, findet die Mutter eines Jungen aus der 7. Klasse.

Sie sagte selbst, sie habe Glück: Sie sei nicht berufstätig und habe die Zeit, sich um ihren Sohn zu kümmern. Sie erklärt: „Machen wir halt wieder zu Hause weiter. Das klappte im Frühjahr mit zwei Kindern schon gut, also wird es mit einem Kind ein Klacks. Mein betroffener Sohn ist 12 Jahre alt. Der möchte meine Hilfe gar nicht“, so die Mama. Aber selbst wenn sie berufstätig wäre, glaube sie: „Meine Jungs sind fast 9 und 12, die bekommen das auch eine Zeit lang alleine hin.“

„Nur Infos, wenn die Klasse betroffen ist“

Schon in den vergangenen Wochen kreidet sie der Schule allerdings an, dass es keine Infos für Eltern gegeben habe, deren Klassen von den bisherigen Fällen nicht betroffen waren. „Die Schulleitung antwortete einer anderen Mutter auf ihre Nachfrage, dass es nur Infos gibt, wenn die Klasse betroffen ist und sonst alles nach Vorschrift gehandhabt wird“, so die Mama des 12-Jährigen.

Sie glaube, dass es zu kurz gedacht sei, nur die Klassen zu informieren, denn: „Die Kinder pflegen ja nicht nur Kontakte in der eigenen Klasse. Die sind ja auch in Religion/Philosophie und in den Wahlpflichtfächern gemischt.“

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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