Gefahr: Fliegendes Schuppendach hätte auch Grundschule treffen können

dzGammelhaus

Ein Schuppendach samt T-Träger ist Maria Schaffrin von einem Gammelhaus in den Garten geflogen. Das fliegende Dach hätte auch auf dem Schulhof einer benachbarten Grundschule landen können.

Castrop-Rauxel

, 28.07.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unsere Leser machen weiter: Nachdem wir in der zuletzt in unserer „Gammelhaus“-Reihe Immobilien in Merklinde und Castrop thematisiert haben, geht es diesmal mit leer stehenden und dem Verfall preisgegebenen Immobilien in anderen Stadtteilen weiter.

Auf das erste Gammelgelände hat uns Maria Schaffrin jetzt aufmerksam gemacht. Hierbei handelt es sich nicht um ein Wohnhaus, sondern um ein offenbar aufgegebenes Firmengrundstück, von dem offensichtlich auch Gefahr ausgeht.

Wie Maria Schaffrin schreibt, wohnt sie an der Cottenburgstraße 54 in Obercastrop.

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Und das Ärgernis liegt direkt an ihren Garten angrenzend zwischen ihrem Grundstück und der Elisabethschule, wie man beim Blick auf eine Karte erkennen kann.

„Unseres Wissens handelt es sich bei dem hinter dem Holzzaun liegenden Grundstück um den ehemaligen Betriebshof der Baufirma Steinbock, der schon seit etlichen Jahren einschließlich etlicher Eternitplatten vor sich hin verfällt und zuwuchert“, so schreibt Maria Schaffrin an die Redaktion.

Vom Grundstück geht offenbar Gefahr aus

Der unschöne Anblick sei die eine Sache, aber von dem Grundstück geht wohl auch eine echte Gefährdung der Umgebung, auch der Grundschule aus. Denn beim Sturm Ela im Jahr 2014, so die Nachbarin, „hatten wir das zweifelhafte Vergnügen, dass ein ganzes Schuppendach einschließlich T-Träger im Garten landete und etliche Sachschäden verursachte, für die es keine Entschädigung gab.“

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Man darf sich nicht vorstellen, was hätte passieren können, wenn das Dach in die andere Richtung auf das Schulgrundstück geflogen wäre zu einer Zeit, in der dort Kinder draußen spielen.

Heute sei der ehemalige Schuppen (im Foto links) von Brombeeren überwuchert,

die bis über den Zaun und weiter wachsen. Maria Schaffrin: „Offensichtlich fühlt sich schon lange niemand mehr zuständig und man kann nur hoffen, dass bei den anderen einbrechenden Dächern keine Menschen zu Schaden kommen.“

Alte Tankstelle ärgert Rauxeler Bürgerin

Auf einen Schandflecken, über den wir schon mehrfach berichtet haben, wies uns jetzt noch einmal Doris Schulze hin. Dieser Schandfleck befindet sich im Zentrum von Rauxel an der Ecke Bahnhofstraße/Schulstraße.

„Ich, Bürgerin des Ortsteils Rauxel“, so schrieb Doris Schulze, „die fast täglich dieses große, heruntergekommene Areal, bebaut mit einer Tankstelle, zwei Mehrfamilienhäusern, mehreren Werkstätten und zahlreichen Garagen passiert, frage mich, wann sich denn nun endlich Stadtplanungsamt und Investor über die Bebauung dieser Fläche einigen werden.“

Seit Jahren ein Dauer-Ärgernis sind das Tankstellengelände und die daneben leer stehenden Häuser an der Bahnhofstraße in Rauxel.

Seit Jahren ein Dauer-Ärgernis sind das Tankstellengelände und die daneben leer stehenden Häuser an der Bahnhofstraße in Rauxel. © Doris Schulze

Diese Frage haben wir in der vergangenen Woche mit einem Berg an anderen Fragen zu den Gammel-Immobilien, über die wir zuletzt berichtet hatten, auch der Stadtverwaltung gestellt. Antworten dazu will uns in den kommenden Tagen, so hat es die Pressestelle der Stadt zugesagt, Stadtbaurätin Bettina Lenort geben, die sich als Nachfolgerin des Technischen Beigeordneten Heiko Dobrindt unter anderem um Bauen und Wohnen kümmert.

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„Unser Ortsteil kann sich einen solchen Anblick nicht länger leisten, er muss dringend aufgewertet werden“, konstatiert Doris Schulze auf jeden Fall in Sachen Tankstellengelände in Rauxel.

KENNEN SIE GAMMELHÄUSER?

  • Kennen auch Sie leer stehende Gammelhäuser in der Stadt oder aufgegebene Gewerbeflächen, die sich zu Schandflecken entwickelt haben?
  • Dann lassen Sie uns an Ihrem Wissen teilhaben, schicken Sie uns Fotos und Infos zu den betreffenden Gammel-Immobilien per E-Mail an thomas.schroeter@lensingmedia.de
  • Eine Anmerkung dazu: Immer wieder haben uns in den vergangenen Tagen auch Mails von Lesern erreicht, die auf ganz persönliche Schandflecke in ihrer Nachbarschaft aufmerksam machen wollten. Ein völlig ungepflegter Vorgarten, Wildwuchs hinter dem Haus oder ein mit Unkraut bewachsener Bordstein sind aber ein anderer Fall als die Gammelhäuser und -grundstücke, über die wir hier berichten.
  • Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir uns hier nicht in Unstimmigkeiten zwischen Nachbarn einmischen können und wollen.
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