Findet der EUV eine Übergangslösung für den Recyclinghof in Ickern?

dzNeuer Standort

Der Nutzungsvertrag des Recyclinghofes in Pöppinghausen läuft Ende des Jahres aus. Eine Lösung für einen neuen Standort gibt es vorerst nicht. Gibt es eine Übergangslösung in Ickern?

Castrop-Rauxel

, 18.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was passiert mit dem Recyclinghof in Castrop-Rauxel? Seit Monaten ist bekannt, dass der Vertrag zwischen dem EUV-Stadtbetrieb und der Abfallbeseitigungs-Gesellschaft Ruhrgebiet (AGR) für den Standort an der Pöppinghauser Straße im gleichnamigen Stadtteil zum Ende des Jahres ausläuft.

„Ein Umzug wird zu Beginn des Jahres 2020 erfolgen“, sagte EUV-Sprecherin Sabine Latterner auf Anfrage dieser Zeitung im Juli. Damals hieß es, dass es noch interne und vertragliche Abstimmungen gebe, bevor der neue Standort vorgestellt werde.

Diesen Stand bestätigte Latterner auf Anfrage in dieser Woche auch noch einmal: „Aktuell laufen noch Abstimmungen. Diese sind weiterhin abzuwarten.“

Die Änderung des Flächennutzungsplans

Die Anzeichen eines Umzugs nach Habinghorst verdichteten sich in den vergangenen Monaten, nachdem im Ausschuss für Bauen, Verkehr und Sport der Stadt Castrop-Rauxel Ende Juni die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Klöcknerstraße/ehemaliges Kraftwerk“ gefasst wurde.

Hierbei handelt es sich um das Gebiet, auf dem früher das Eon-Kraftwerk stand und das zwischenzeitlich Standort einer Großunterkunft für Flüchtlinge war. Früher war hier eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe festgeschrieben.

Findet der EUV eine Übergangslösung für den Recyclinghof in Ickern?

Auf dieser Fläche könnte der Recyclinghof entstehen. Im Flächennutzungsplan ist auch die Möglichkeit einer Feuerwehrwache und eines Sportplatzes festgeschrieben. © Tobias Weckenbrock

„Die Lage im Stadtgebiet und am Verkehrsnetz ist gut geeignet, um den aktuellen Bedarf für Anlagen für sportliche Zwecke, eine Feuerwache sowie Einrichtungen der Ver- und Entsorgung zu decken“, heißt es in der Bekanntmachung des Beschlusses.

Castrop-Rauxeler vorübergehend ohne Recyclinghof?

Konkret heißt das: Auf dem Gelände könnten in Zukunft der Recyclinghof, eine Feuerwehrwache und ein Sportplatz ihre neue Heimat finden. Doch bis zum Beginn des neuen Jahres wird sich an dieser Stelle nichts tun.

„Die Firma Uniper möchte die Fläche veräußern. Die Verhandlungen laufen aber noch“, sagte der erste Beigeordnete der Stadt Castrop-Rauxel, Michael Eckhardt, auf Anfrage.

Jetzt lesen

Stehen die Castrop-Rauxeler zum Beginn des Jahres also ohne einen Recyclinghof da? Beschlossen ist noch nichts, aber laut EUV-Sprecherin Sabine Latterner gebe es eine Übergangslösung.

Zu hören war, dass sich der EUV-Stadtbetrieb für eine Fläche in Ickern interessiere – in unmittelbarer Nähe zu den XXL-Garagenparks an der Klöcknerstraße. Eine Bindung an diesen Standort über mehrere Jahre werde angestrebt.

Das sagt der EUV-Chef zu den Gerüchten um den neuen Standort

EUV-Chef Michael Werner wollte diese Gerüchte am Donnerstag (17. Oktober) aber nicht bestätigen: „Es stimmt, dass wir uns in Verhandlungen über eine Fläche befinden. Zunächst muss unsere angestrebte Lösung aber dem Verwaltungsrat vorgestellt werden.“ Der EUV-Verwaltungsrat tagt am Montag, 11. November.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt