Bürgersteig zugeparkt: Anwohner genervt von weißen Transportern an der Ringstraße

dzFalschparker

Anwohner an der Ringstraße sind genervt von weißen Transportern, die dort auf dem Bürgersteig parken. Erlaubt ist das so nicht. Das sagt auch die Stadt. Aber was kann man dagegen tun?

Castrop-Rauxel

, 17.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Anwohner an der Ringstraße sind sauer. Immer wieder stehen weiße Transporter mit unterschiedlichen Kennzeichen mitten auf dem Bürgersteig der Straße.

„Wie soll man da vorbeikommen? Insbesondere mit Kinderwagen und Rollatoren?“, heißt es in einer E-Mail an unsere Redaktion, nebst Beweisfotos. Das seien unhaltbare Zustände. Man müsse durch die Büsche, um vorbeizukommen.

Bürgersteig zugeparkt: Anwohner genervt von weißen Transportern an der Ringstraße

Auch dieser weiße Transporter macht das Vorbeikommen für Fußgänger, gerade auch © Privat

Fakt ist: Die Straßenverkehrsordnung (StVO) regelt auch den sogenannten ruhenden Verkehr, also alles, was mit parkenden Autos zu tun hat.

Parken auf dem Gehweg erlaubt oder Verboten?

Ein Verbot über das Parken auf Gehwegen findet sich dort zunächst nicht. Es ist mehr implizit gehalten. Grundsätzlich steht dazu in Paragraph 12, Absatz 4a: „Ist das Parken auf dem Gehweg erlaubt, ist hierzu nur der rechte Gehweg, in Einbahnstraßen der rechte oder linke Gehweg zu benutzen.“

Die Entscheidung, wo das Parken auf dem Gehweg explizit erlaubt wird, trifft die Stadtverwaltung. Allerdings dürfen Fußgänger nicht von parkenden Fahrzeugen behindert werden. Auch Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer müssen im Begegnungsverkehr genügend Platz auf dem Gehweg haben.

Schilder auf der Ringstraße geändert

Was heißt das für die Ringstraße in Castrop-Rauxel? Die Stadt antwortet dazu auf Anfrage, dass das Parken auf dem Gehweg dort erlaubt sei, jedoch an einigen schmalen Stellen die „Verkehrsteilnehmer nicht mehr einvernehmlich den Gehweg nutzen können“.

Deshalb sei die Parkbeschilderung vor einiger Zeit geändert worden. Sofern personell möglich, werde das regelmäßig durch die Politessen kontrolliert. In einer Übergangszeit seien Parksünder hier nur verwarnt worden. Aber auch die sei schon länger vorbei. Will heißen: Werden Parksünder jetzt erwischt, drohen Strafen.

Hinweise ans Ordnungsamt erbeten

Da die Politessen aber nicht zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort in der Stadt sein können, bittet die Stadt um Hinweise zu Zeiten, an denen das Falschparken vermehrt auftritt, um „den Einsatz der Politessen zu optimieren“. Dazu wird die E-Mail-Adresse ordnungswesen@castrop-rauxel.de als Kontakt angegeben.

Wer sich sehr von Falschparkern gestört fühlt, hat laut Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi noch eine andere Möglichkeit: nämlich die sogenannte Fremdanzeige. Diese soll ein aussagekräftiges Bild mit erkennbaren Verstoß gegen die StVO, dem Autokennzeichen sowie Datum und Uhrzeit des Verstoßes enthalten. Außerdem müsse schriftlich die Bereitschaft erklärt werden, als Zeuge vor Gericht auszusagen.

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