ADFC will wissen: Ist Radfahren in Castrop-Rauxel Spaß oder Stress?

Umfrage

Für Radfahrer hat sich in Castrop-Rauxel einiges getan. Das sagt Martin Kühl-Lukas als ADFC-Ortssprecher. Doch stimmt das? Castrop-Rauxeler können beim Fahrradklima-Test ihre Meinung sagen.

Castrop-Rauxel

, 01.10.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ist Castrop-Rauxel fahrradfreundlich? Das können die Bürger jetzt bei einer Umfrage sagen.

Ist Castrop-Rauxel fahrradfreundlich? Das können die Bürger jetzt bei einer Umfrage sagen. © picture alliance/dpa

Radfahrer sind wieder aufgerufen, beim großen ADFC-Fahrradklima-Test mitzumachen. Der Fahrradclub ADFC und das Bundesverkehrsministerium wollen so die Fahrradfreundlichkeit von Städten und Gemeinden bewerten. Der Test hilft, Stärken und Schwächen der Radverkehrsförderung zu erkennen. Bei der letzten Umfrage schnitt Castrop-Rauxel nicht allzu gut ab.

Martin Kühl-Lukas, Ortssprecher des ADFC, sagt: „Castrop-Rauxel hat das Angebot für den Radverkehr in letzter Zeit schon deutlich verbessert.“ Er nennt die Bewerbung zur Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS) oder die Planungsradtour als wichtige Meilensteine.

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Er wirbt für die Teilnahme an der Umfrage: „Jetzt geht es um die Frage: Kommen die Verbesserungen bei den Bürgern an? Was läuft schon gut – was kann noch besser werden?“

Wer durch Corona zum Radfahren kam, soll dabei bleiben

In diesem Jahr ist das Radfahren in Zeiten von Corona das Schwerpunktthema. Rebecca Peters, stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende: „Corona hat viele Menschen zum Radfahren gebracht, die das noch nie oder schon lange nicht mehr gemacht haben. Städte sollten jetzt alles daran setzen, diese Neuaufsteiger auf dem Rad zu halten und ihnen dafür einladende und sichere Infrastruktur anzubieten. Der Fahrradklima-Test soll zeigen, wie gut das schon gelingt.“

Weltweit bedeutsam

  • Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet zum neunten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Test aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans.
  • Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ist mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrer in Deutschland und weltweit.

Mit der Schulnote 4,1 schloss Castrop-Rauxel vor zwei Jahren ab, und damit etwas schlechter als 2016 (3,8). Die Stadt landete damit im Bund auf Platz 74 von 106 vergleichbar großen Städten.

Etwas besser als der Durchschnitt lag die Europastadt beim Fahren im Mischverkehr mit Autos und beim Thema Fahrraddiebstahl, schlecht bewertet wurden der Winterdienst und die Falschparkerkontrolle auf Radwegen. Die Bewertungen vom letzten Durchgang gibt es auf der Homepage des ADFC beim Klick auf Castrop-Rauxel.

27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit

Bei der Online-Umfrage werden 27 Fragen zur Fahrradfreundlichkeit gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren auch für Neuaufsteiger sicher anfühlt. Mehr als 170.000 Bürgerinnen und Bürger haben 2018 mitgemacht und die Situation in über 600 Städten beurteilt.

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Die Umfrage findet bis zum 30. November über die Internetseite www.fahrradklima-test.adfc.de statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2021 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

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