Ex-Grabeländer sind auf Lohfeld angekommen

CASTROP-RAUXEL Endlich scheint die Sonne wieder. Auch über der neuen Kleingartenanlage am Hellweg in Merklinde. Hier erschaffen sich die Kleingärtner vom frisch gegründeten Verein "Auf dem Lohfeld" ihr neues Paradies. Mit Schweiß und Knochenarbeit.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 24.07.2008, 20:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Peter Beckmann und Monika Werner sind vom Gleisdreick mit zur neuen Anlage gezogen.

Peter Beckmann und Monika Werner sind vom Gleisdreick mit zur neuen Anlage gezogen.

Ein paar Kollegen bewirtschaften das Gleisdreieck noch. Der neue Eigentümer, der dort Wohnbebauung realisieren will, dränge nicht zur Eile, sagt Beckmann. „Ich habe da auch noch abgeerntet“, erzählt er. Ein paar Stauden haben die Lohfelder mit rübergenommen. Alles andere wächst neu. Zuccini, Rotkohl, Brokkoli, rote Beete. Bäume kommen noch - ebenso eine Gemeinschaftstoilette und irgendwann mal ein Vereinsheim. Dafür wird schon der Nachwuchs sorgen, sind sich Beckmann und Werner sicher. Denn die Anlage, die insgesamt 23 Parzellen zwischen 241 und 365 qm zählt, ist voll. „Mit jungen Familien“, freut sich Beckmann. Schon als die ersten Platten zu sehen waren, hätten die ersten Interessenten am Zaun gestanden. 250 bis 300 Euro Pacht im Jahr für ein Stückchen schöne Natur. „Und für Knochenarbeit“, sagt Beckmann und lächelt. In zwei, drei Jahren wäre vielleicht ein bisschen Erholung angesagt.

Am Hellweg sind die Kleingärtner angekommen. Was aus den Grabeländern von der Westhofenstraße wird? Beckmann weiß: „Grabeländer haben immer einen unsicheren Status.“

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