Marode Straßen findet man im gesamten Stadtgebiet ohnehin schon einige. Der extreme Wintereinbruch mit Schnee und Eis hat dem Asphalt nun noch mal heftig zugesetzt. © Foto Freiling
Nach Wintereinbruch

EUV-Chef Werner: Straßenschäden wohl „um einiges größer als je zuvor“

Castrop-Rauxels Straßen sind an vielen Stellen schon im schlechten Zustand. EUV-Chef Michael Werner befürchtet angesichts des heftigen Wintereinbruchs, dass es noch schlimmer wird. Viel schlimmer.

Die extremen Temperaturen und die Witterungsumstürze der vergangenen Wochen fordern ihren Tribut. Bodenfrost und Schneemassen haben Castrop-Rauxels Straßen stark in Mitleidenschaft gezogen, wie EUV-Chef Michael Werner sagt.

Aufgeplatzte Asphaltdecken und Straßen voller neuer Schlaglöcher sind den Mitarbeitern des EUV nicht verborgen geblieben. Allerdings, so muss Michael Werner einräumen, wisse man beim Stadtbetrieb noch lange nicht, wie groß der Schaden an allen Straßen im Stadtgebiet wirklich ist.

„Es wird bestimmt noch drei oder vier Wochen dauern, bis wir allen Hinweisen auf kaputten Asphalt nachkommen können, um einen Schadensbericht anzufertigen“, sagt Michael Werner.

Zurzeit nur provisorische Reparaturen möglich

Jetzt, wo der Schnee abgetaut sei, käme der EUV zunächst kaum damit hinterher, die Stellen zügig auszubessern, an denen die Witterung großflächig zugeschlagen habe: „Vorerst bleibt uns nur übrig, die schlimmsten Schäden provisorisch mit Kaltasphalt zu flicken. Die umfangreichen Reparaturarbeiten kann man zurzeit noch nicht leisten. Dafür ist aktuell zu viel zu tun“, erklärt Werner.

Die Mitarbeiter des Stadtbetriebs würden einige Zeit brauchen, das tatsächliche Ausmaß des Schadens zu überblicken, wie Michael Werner meint.

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Schlaglöcher in Castrop-Rauxel

Klar sei jedoch, dass man sich darauf gefasst machen müsse, dass unter dem Schnee der vergangenen Wochen noch viel mehr als bereits angenommen kaputt gegangen sei.

Schaden nicht zu überblicken

„Einen vergleichbaren Winter mit solchen Temperaturen hatten wir in Castrop-Rauxel seit vielen Jahren nicht mehr. Wir sollten uns darauf einstellen, dass die Schäden dadurch um einiges größer sind als je zuvor“, so Werner.

Man sei daher auf die Hilfe der Bürger angewiesen. Schon jetzt seien unzählige Mitteilungen über Schlaglöcher eingegangen. „Wir werden in nächster Zeit auch eine Online-Seite freischalten, über die die Castrop-Rauxeler neu wahrgenommene Asphaltschäden melden können“, erklärt der EUV-Chef. Auch über die CAS-App könnten Bürger weiter Schlaglöcher melden.

Wie viele Hinweise seit Beginn des Jahres schon beim EUV eingegangen sind, kann Michael Werner derzeit noch nicht konkret in Zahlen fassen. Dazu sei es noch zu früh. Spätestens bis Juni werde man wohl das ganze Ausmaß erfasst haben.

Fest stehe aber bereits, dass die Folgen dieses Winters für die Stadt Castrop-Rauxel in den nächsten Jahren teuer werden.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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