Erstaufnahme-Einrichtung soll halbes Jahr bestehen

Harkort-Schule Castrop-Rauxel

Die Notunterkünfte des Landes für die Erstaufnahme von Flüchtlingen werden aller Voraussicht nach ein halbes Jahr benötigt - also auch die in der Friedrich-Harkort-Schule in Castrop-Rauxel. Unterdessen muss die Stadt weiter nach neuen Unterkünften suchen. Denn es werden noch mehr Menschen erwartet.

CASTROP-RAUXEL

, 15.08.2015, 07:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Friedrich-Harkort-Schule werden bald Flüchtlinge aufgenommen.

In der Friedrich-Harkort-Schule werden bald Flüchtlinge aufgenommen.

Ein halbes Jahr sollen die Notunterkünfte für Flüchtlinge bestehen bleiben. Dieser Zeitrahmen passe auch besser für die Planungssicherheit der beteiligten Hilfsorganisationen, die schließlich entsprechendes Personal bereitstellen müssen, erklärte Bürgermeister Johannes Beisenherz.

Trotz der Amtshilfe mit der Bereitstellung der Turnhalle der Janusz-Korczak-Gesamtschule und ab Ende dieses Monats der Harkort-Schule muss Castrop-Rauxel weiterhin sogenannte Kontingentflüchtlinge aufnehmen – allerdings in reduzierter Form, wie Beisenherz im Ausschuss am Donnerstagabend ausführte.

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"Wie hoch das Kontingent für Castrop-Rauxel ist, kann aber keiner sagen", verdeutlichte Beisenherz und fügte hinzu: "Den anderen Kommunen geht es nicht anders." Deshalb müsse die Stadt auch so dringend noch weitere Unterkunftsmöglichkeiten suchen. Die Turnhalle in Dingen könnte als Unterkunft zum Beispiel Realität werden.

Entlastung durch schnellere Verfahren

Für die Umsiedlung der Flüchtlinge von Ickern nach Merklinde ist der 28. oder der 29. August angedacht. Die Frage des ehemaligen Bürgerbeauftragten Heinrich Strauß, ob eine schnellere Abwicklung der Asylantragsverfahren zu einer Entlastung führen könnte, bejahte Beisenherz. "Aber dafür sind nicht wir zuständig, sondern die Bundesregierung", stellte er klar.

Das Grünflächenamt hat inzwischen den Hof der Harkort-Schule in Merklinde sauber gemacht. Die künftige Pflege soll gemeinsam mit den Flüchtlingen erledigt werden. Bereichsleiter Klaus Breuer: "Das ist das angedachte Konzept, wir stehen mit Rat und Tat und Werkzeug zur Seite."

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