Kreis empfiehlt Maskenpflicht für Lehrer und Schüler an Grundschulen

dzCoronavirus

Der Kreis Recklinghausen empfiehlt neue Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Das Gesundheitsamt hat sich am Mittwoch öffentlich geäußert.

Castrop-Rauxel

, 28.10.2020, 12:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen spricht nun eine Empfehlung für Schulen aus: Eine Mund-Nase-Bedeckung auch in Grundschulen und der Verzicht auf den Schulsport seien bis auf weiteres ratsam, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Recklinghausen am Mittwochmittag.

Zur Begründung heißt es in der Mitteilung, die Zahlen im Kreisgebiet stiegen kontinuierlich weiter an. „Aus diesem Grund hat sich der Kreis Recklinghausen dazu entschieden, eine Empfehlung für Schulen auszusprechen, um so weiteren Ansteckungen im Schulkontext vorzubeugen“, erklärt Sprecherin Lena Heimers.

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Das Gesundheitsamt des Kreises empfiehlt demnach konkret, dass auch Schüler, Lehrer und weitere Beschäftigte an Grundschulen eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Das sollte sowohl für den Klassenraum während des Unterrichts, als auch auf dem gesamten Schulgelände gelten, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann.

An Förderschulen hingegen sollte sorgsam abgewogen werden, ob und für wen das Tragen einer Maske umzusetzen ist. Für Kindertagesstätten ist der aktuellen Mitteilung nichts zu entnehmen.

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In den Arbeitsbereichen mit jüngeren Kindern ist bis dato noch der allgemeine Stand der Wissenschaft in Deutschland, dass die Zahl der Ansteckungen dort relativ gering ist und man auf Masken in geschlossenen Gruppenverbänden eher nicht setzt, um den pädagogisch wichtigen Faktor Mimik nicht auszunehmen: Für Kita- und Grundschule-Kinder ist es demnach wichtig, den Gesichtsausdruck der Erwachsenen zu sehen, um die Aussagen besser einschätzen zu können.

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Kreis empfiehlt Absage der Sportstunden

Auch im Schulsport lasse sich der Infektionsschutz erhöhen. Besonders in Sport- oder Schwimmhallen könnten die Vorgaben des Infektionsschutzes kaum gewährleistet werden, schreibt der Kreis. „Darum empfiehlt das Gesundheitsamt, vorerst auf den Schulsport zu verzichten“, so Lena Heimers am Mittwoch.

Am Donnerstagvormittag tagen im Kreis Recklinghausen die Bürgermeister zusammen mit dem Landrat und Spitzenvertretern des Gesundheitsamtes. Darin sollen neue Vorgehensweisen beratschlagt werden. Das Treffen findet statt, weil der Inzidenzwert von 50 seit nunmehr zwei Wochen dauerhaft überschritten ist. Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja erklärte am Montag, dass Kommunen und Kreise dann angehalten seien, weitere Maßnahmen zur Erhöhung des Infektionsschutzes zu erlassen.

Das eigentlich für Mittwoch anberaumte Treffen wurde um einen Tag verschoben, weil man die Beschlüsse aus der Kanzlerinnen-Runde mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch (Videokonferenz, 13 Uhr) abwarten wollte. Erwartet wird ein neuer bundesweiter Lockdown, der etwas weniger scharf ausfallen soll als im Frühjahr und bei dem Schulen, Kitas und Geschäfte geöffnet bleiben könnten.

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