92 Kinder würden sofort an einer neuen Gesamtschule im Norden angemeldet

dzElternbefragung

Die ersten Ergebnisse der Elternbefragung zur Wahl der weiterführenden Schule sind da. Der Trend geht in Richtung zweite Gesamtschule im Norden Castrop-Rauxels - gegen eine andere Schulform.

Castrop-Rauxel

, 15.06.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten Ergebnisse der Elternbefragung zur Wahl der weiterführenden Schule sind raus. Und sie sprechen eine klare Sprache: Mehr als 16 Prozent der befragten Eltern würden ihr Kind an einer neuen Gesamtschule im Norden der Stadt anmelden.

Mit einer weiteren Zahl belegt: 92 Kinder aus dem dritten Jahrgang würden, gäbe es denn wieder eine zweite Gesamtschule, an dieser Schulform angemeldet. Aus den Antworten der Eltern geht aber auch hervor, dass etwa ein Viertel noch unentschieden ist.

An der Fragebogenaktion der Stadt bei den Eltern der zweiten und dritten Grundschulklassen haben sich 82 Prozent beteiligt: 1008 Antworten, die der Stadt zur Auswertung zur Verfügung gestellt wurden.

„Über die große Beteiligung haben wir uns sehr gefreut“, sagte Schuldezernentin Regina Kleff im Gespräch mit unserer Redaktion. Befragt wurden zehn Grundschulen und die Hans-Christian-Andersen-Schule als städtische Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache.

Die logische Konsequenz: Aus für die Sekundardschule

Explizit gefragt wurden die Eltern danach, wie ihre Wahl beim bestehenden Schulangebot ausssehen würde, und wie sie sich entschieden, wenn es in Ickern wieder eine Gesamtschule geben würde.

Die geringste Nachfrage, unabhängig von der Gründung einer Gesamtschule, ergibt sich für die Sekundarschule Süd. Ihr Kind dort anmelden würden 1,3 Prozent: Ganze 12 Kinder würden, Stand jetzt, von den Eltern der zweiten und dritten Schulklassen an der Kleinen Lönsstraße angemeldet. Was bedeutet das für diese Schulform? Die logische Konsequenz aus der Befragung lässt nur einen Schluss zu: das Aus für die Sekundarschule Süd.

„Das möchte ich an dieser Stelle nicht bestätigen“, erklärte die Schuldezernentin am Freitagmittag. Zumal die Schule weiterhin wachse. Auch in diesem Sommer würden vier Züge verabschiedet. Allerdings entsprechen die Annmeldezahlen für die Sekundarschule Süd bei Weitem nicht der vor einigen Jahren ausgegeben Marschroute für diese Schulform. Zunächst gehe es nun in weitere Gespräche mit der Bezirksregierung sowie in die weitere Beratung in der Politik, sagte Kleff.

650 Kinder pro Jahrgang statt der prognostizierten 500

Die Politik war es, die angesichts der Entwicklung bei den Schülerzahlen die Elternbefragung auf den Weg brachte. In Castrop-Rauxel ging man vor einigen Jahren davon aus, dass sich die i-Männchen Zahl bei 500 im Jahr einpendelt. Tatsächlich werden im neuen Schuljahr rund 650 Kinder eingeschult.

Ob und wie es mit einer neuen Gesamtschule im Norden weitergeht, sei Gegenstand weiterer Abstimmungen, so Kleff. Eine Frage könnte dahinzielen, ob die ausgelaufene Januscz-Korczak-Gesamtschule umgebaut wird. Bei einer zweiten Gesamtschule würden weniger Kinder in Nachbarstädte gehen, zum Beispiel zur Gesamtschule Waltrop.

20 Prozent wollen bei verändertem Schulangebot zum ASG

Weitere Ergebnisse der Elternbefragung: Bei verändertem Schulangebot würden 20 Prozent der Eltern das Adalbert-Stifter-Gymnasium wählen, etwas über 11 Prozent das Ernst-Barlach-Gymnasium, 10 Prozent die Willy-Brandt-Gesamtschule und knapp 10 Prozent die Fridtjof-Nansen-Realschule.

Bliebe das Angebot an weiterführenden Schulen unverändert, würde sich knapp ein Viertel der Eltern fürs ASG entscheiden, 15 Prozent für die WBG, 13 Prozent für die FNR und 12 Prozent für das EBG. 60 Prozent aller Eltern wünschen sich für ihr Kind Abitur, 20 die Mittlere Reife. Ein Fünftel sagt: Das kann ich noch nicht sagen.

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