Die Einwohnerzahl in Castrop-Rauxel geht leicht zurück. Aber die Zahlen der Stadtverwaltung verraten viel mehr Details. Wir nennen elf Fakten. © Tobias Weckenbrock
Einwohnerzahlen

Elf Fakten: Was Sie über Castrop-Rauxels Bevölkerung noch nicht wussten

Gab es 2020 mehr oder weniger Tote als 2019? Welche Religionsgemeinschaft verliert die meisten Anhänger? Elf Details und Fakten zur Bevölkerungsstatistik der Stadtverwaltung von Castrop-Rauxel.

Die städtische Bevölkerungsstatistik bietet zu Jahresanfang immer ein paar spannende Details. Wir haben die interessantesten zusammengestellt.

Rekord! 2020 kamen so viele Castrop-Rauxeler Babys zur Welt wie zuletzt in den 90er-Jahren. 703 kleine Einwohnerinnen und Einwohner wurden geboren. Mehr als 700 Geburten gab es letztmals 1994. 2019 waren es 627 neugeborene Castrop-Rauxeler.

Geschrumpft! Insgesamt sinkt jedoch die Anzahl der Einwohner, wenn auch langsam. So leben derzeit laut städtischer Fortschreibung 75.338 Menschen mit Haupt- bzw. Erstwohnsitz (Stand: 31.12.20) in Castrop-Rauxel. Das sind 100 Personen weniger als im Vorjahr.

Die Dortmunder kommen! Relativiert wird die abnehmende Bevölkerungszahl durch die Wanderungsbilanz. Zuzug findet zum Großteil aus dem Umland statt, insbesondere aus Dortmund (633), Herne (232) und Bochum (219). 438 Personen sind aus dem Ausland direkt nach Castrop-Rauxel eingewandert. Die zwei größten Gruppen bilden hier Personen aus der Türkei und Rumänien. Aus dem Kreisgebiet Hinzugezogene stammen zum Großteil aus Recklinghausen und Waltrop. Insgesamt ist im gerade abgelaufenen Jahr die Zahl der Zuzüge (3031) höher als die der Fortzüge (2841). Aber: 2019 kamen noch 3672 Menschen her, während 3145 Menschen die Stadt verließen. Das war vor zwei Jahrzehnten, im Jahr 2000 noch umgekehrt: 2985 Fortzüge standen 2602 Zuzügen gegenüber. Der Wanderungssaldo hat sich gedreht.

Jeder Fünfte ist… Ickerner! Ickern ist weiterhin der flächenmäßig größte und gleichzeitig einwohnerstärkste Stadtteil. Hier wohnen derzeit 15.356 Menschen (31.12.2019: 15.372). Dies entspricht 20,4 Prozent der Gesamtbevölkerung der Stadt.

Jeder Hundertste ist… Pöppinghausener! Ein Prozent aller Castrop-Rauxeler, sprich 774 Menschen, leben im ländlich geprägten Dorf am Rande der Stadt.

Viel Plus, viel Minus! Überdurchschnittlichen Zuwachs hat Deininghausen mit einem Plus von 5 Prozent bekommen, rückläufig mit -1,4 Prozent sind die Bevölkerungszahlen für Castrop (Altstadt).

Buntester Stadtteil! Der Ortsteil mit dem größten Ausländeranteil ist derzeit laut städtischer Statistik Bövinghausen, ein Teil des südlichen Stadtteils Merklinde. Hier liegt der Anteil bei 27,5 Prozent. In Deininghausen liegt er bei 24 Prozent. In Henrichenburg, Frohlinde und Dingen liegt der Anteil unter 3 Prozent. Der Ausländeranteil wuchs im Vergleich zum Jahr 2000 von 7,7 auf nun 11,8 Prozent. Migrationshintergrund hat heute jeder fünfte Castrop-Rauxeler.

Ganz schön weiblich! Der Anteil der Mädchen und Frauen liegt nicht etwa genau bei der Hälfte, sondern bei 50,9 Prozent. Im Vergleich: Im Jahr 2000 waren es 51,8 Prozent.

Alt geworden! Vor 20 Jahren hatte die Bevölkerung noch ein Durchschnittsalter von 41,9 Jahren. Sie wuchs über die Jahre und liegt nun bei 45,1 Jahren. Die Gruppe der 80-plus-Jährigen hat nun einen Anteil von 7,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung. 2000 waren es noch 3,8 Prozent. Dafür sind nur noch 35,1 Prozent unter 40 Jahren. Im Jahr 2000 waren es noch 40,2 Prozent.

Weniger religiös! Der Anteil der Katholiken sank in den vergangenen 20 Jahren von 41 Prozent auf 33 Prozent, die der Protestanten von 35 auf 28 Prozent.

Weniger Tote!Nach 1063 Sterbefällen in Castrop-Rauxel im Jahr 2019 zählte die Stadtverwaltung im Jahr 2020 998 beurkundete Tote mit Erstwohnsitz in Castrop-Rauxel.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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