Eine Mama erzählt: Die zehn Kriterien für den richtigen Namen für mein Baby

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Für viele werdende Eltern ist die Namensfindung eine der größten Herausforderungen. Tanja aus Castrop-Rauxel erzählt, wie sie den perfekten Namen für ihr Kind fand und worauf sie geachtet hat.

Deininghausen

, 17.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Jahr 2019 waren Mila und Ben die beliebtesten Babynamen in Castrop-Rauxel. Solche Listen können helfen, doch: Bis der richtige Name für das eigene Kind gefunden wird, kann es für werdende Eltern ein langer Weg sein.

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Tanja (35) aus Castrop-Rauxel hat 2019 ihr erstes Kind bekommen und erzählt, wie sie zu dem Namen Liya Maria gekommen ist - und worauf sie und ihre Freunde bei der Auswahl des Namens für ihr Baby besonders viel Wert gelegt haben.

„Vor allem sollte der Name harmonisch zum Nachnamen und zum Zweitnamen klingen“, sagt die junge Mutter.

Zweitnamen spielen oft eine besondere Rolle

Der Zweitname Maria stand bei ihr als erstes fest. Es ist die Erinnerung an ihre früh verstorbene Mutter. Auch in ihrem Bekanntenkreis sei es üblich, dass viele Kinder als Vornamen oder Zweitnamen nach Personen benannt werden, die für die Eltern eine wichtige Rolle spielen.

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Die Bedeutung des Namens sei aber bei der Auswahl auch wichtig. Liya bedeutet „schönste Form der Geduld“, wie Tanja erzählt. Für sie sei der Name auch ein kleiner Reminder: „Anders als ich soll meine Tochter ein geduldiger Mensch werden. Kinder verlangen einem viel Geduld ab, das fällt mir manchmal schwer. Aber durch ihren Namen werde ich immer wieder daran erinnert, mich in dieser Hinsicht zu bessern“, erzählt die Deininghausenerin.

Außerdem sei die Aussprache für sie und viele ihrer Freunde mit Kindern besonders wichtig. „Mein Vater ist über 80, auch er soll den Namen problemlos aussprechen können.“

International verständlich? Verniedlichung ausgeschlossen?

Auch das Kriterium Internationalität spielte bei Tanja eine Rolle: Sie wollte, dass man den Namen auch im Ausland aussprechen kann.

Die Frage nach möglichen Spitznamen floss ebenfalls in die Entscheidung mit ein: Bei Liya gibt es keine Möglichkeit der Verkürzung oder Verniedlichung.

Nicht zu unterschätzen sei aber vor allem das persönliche Umfeld. „Mit Namen verbindet man oft bestimmte Personen“, sagt Tanja. „Der Name kann noch so schön sein, wenn jemand, den ich nicht mag, ihn trägt, dann kann mein Kind auf keinen Fall so heißen.“ So gehe es all ihren Freunden, die einen Namen für ihr Kind suchen, erklärt sie.

Einen Faktor beziehen Eltern in der heutigen Zeit mit ein, welcher noch vor wenigen Jahren überhaupt keine Rolle spielte: die Technik. Namen wie „Alexa“ oder „Tonie“ seien mittlerweile quasi tabu. Dabei komme es nur zur Verwirrung mit den elektronischen Geräten.

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Inspirationen für Namen waren früher Kunst oder Literatur. Auch heute holen sich werdende Eltern zwar dort noch Ideen, aber inzwischen gibt es modernere Methoden: Neben Pinterest und Instagram gibt es Schwangerschaftsapps oder Namensgeneratoren, die dabei helfen sollen, den richtigen Namen zu finden.

Filter einstellen, Name generieren - fertig

Mit verschiedenen Filterkritieren wie Länge, Geschlecht und Nachname wird ein passender Vorname automatisch erstellt. Einige Namensgeneratoren geben sogar ausführliche Erklärungen zum Namen oder über die Herkunft und Bedeutung an.

Tanja fand den richtigen Namen für ihr Baby schon in der 19. Schwangerschaftswoche, erzählt sie. Aber es gäbe auch Mütter, die sich in letzter Sekunde noch einmal umentscheiden: „Am Ende hält man sein Kind im Arm und es muss sich einfach richtig anfühlen. Auch wenn es dann doch ein Name ist, den man vorher vielleicht schon verworfen hat.“

Und woher kommt nun Liya? Lia nur mit „i“ war Tanja zu kurz. Darum ist noch das „y“ reingerutscht. Sie sah ihn erstmals in einer Namensliste bei Pinterest, dann fand sie ihn ein zweites Mal auf einer Schmucktüte bei Instagram stehen. Dort sah er auch optisch schön aus. „Der war wie für mich gemacht“, sagt Tanja.

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Mila behauptet auch 2019 die Spitzenposition in der Vornamensstatistik in Castrop-Rauxel. Bei den Jungen liegen Ben und Milan vorne. Andere langjährige Favoriten sind zu Zweitnamen geworden.

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