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Coronavirus

Ein Todesfall, wachsende Inzidenz – Daten-Analyse zur dritten Corona-Welle

34 Infektionen in Castrop-Rauxel, ein Todesfall: Das ist die Corona-Bilanz dieses Wochenendes laut Meldezahlen des Kreises Recklinghausen. Grafiken zeigen die Details zum zunehmenden Trend.

Nach 19 gemeldeten Neuinfektionen am Samstag (20.3.) kommen am Sonntag 15 weitere Corona-Infizierte in Castrop-Rauxel hinzu. Das Wochenende hat damit 34 gemeldete neue Fälle und liegt damit deutlich über dem Vor-Wochenende (22) und dem Wochenende davor (16). Der Trend ist deutlich ablesbar: Die dritte Welle ist da.

Am Samstag meldete das Gesundheitsamt zudem einen weiteren, den bisher 60. Todesfall auf Basis einer Covid-19-Erkrankung. Sieben Todesfälle wurden kreisweit am Wochenende gemeldet.

Die hohe Zahl der Neuinfektionen (kreisweit Sonntag 126, Samstag 103) führen auch zu einem Anstieg der Inzidenz. Sie liegt nun bei 99 im Kreis Recklinghausen, in Castrop-Rauxel bei 125. Damit liegt der Kreis RE knapp unter der 100er-Marke, die von 26 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW, also etwa der Hälfte, inzwischen überschritten wird. Der NRW-Wert liegt bei 103,5, der Deutschland-Wert bei 103,9.

Bisher gab es im Durchschnitt 850 Impfungen pro Tag

Im Kreis Recklinghausen wurden zur Pandemiebekämpfung inzwischen 70.300 Impfungen gegen Sars-CoV-2 verabreicht. Die Impfungen laufen seit nunmehr 83 Tagen. Pro Tag waren es also knapp 850 Impfungen. Damit wurden fast 50.900 Menschen versorgt, von denen 22.100 schon eine zweite Impfung erhalten haben. Die Impfquote der Erstgeimpften liegt nun bei 8.3 Prozent.

Zählt man die 23.500 Menschen hinzu, die wissentlich schon eine Infektion hatten, kommt man auf knapp 75.000 immunisierte Menschen. Das sind rund 12 Prozent der Bevölkerung. Von einer Herdenimmunität sprechen Epidemiologen, wenn rund 70 Prozent immun gegen eine Infektion sind.

Altersgruppen unterschiedlich stark infiziert

Während zu Jahresanfang besonders die älteren Generationen von Infektionen betroffen haben, hat sich dies inzwischen deutlich gewandelt. Als Hauptgründe zählen ein inzwischen hoher Impfgrad der Menschen über 80 Jahren, vor allem der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, und eine stärkere Infektiosität der britischen Mutante, die inzwischen nach Schätzungen von Fachleuten mindestens die Hälfte aller Infektionen ausmacht. Inzwischen ist die Inzidenz bei den 20- bis 29-Jährigen am höchsten.

Im Kreis RE liegt sie bei 174 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Danach folgt die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen (134), dann die der Schüler an weiterführenden Schulen (10 bis 19 Jahre) mit 121. Bei den Älteren (über 70) liegt die Inzidenz aktuell bei um die 40. Besonders geklettert ist der Wert zuletzt auch bei Kindern bis 10 Jahre: Er wuchs innerhalb von fünf Tagen von 49 auf 96. Aus Kitas und Schulen wurden zuletzt mehrfach Positivfälle gemeldet.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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