Der Angeklagte aus Castrop-Rauxel beim Prozessauftakt neben seinem Bochumer Verteidiger Christoph Pindur. © Jörn Hartwich
Feuer-Prozess

Eifersuchts-Wahn: Castrop-Rauxeler droht die Psychiatrie-Einweisung

Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf einen angeblichen Nebenbuhler droht einem Castrop-Rauxeler die unbefristete Psychiatrieeinweisung – er gilt aktuell als eine Art tickende Zeitbombe.

Der Prozess um einen nächtlichen Wohnungsbrand aus Eifersucht in Recklinghausen ist auf die Zielgerade eingebogen. Voraussichtlich in der nächsten Woche wollen die Bochumer Richter ein Urteil verkünden.

Folgen sie der Empfehlung einer Sachverständigen, dann steht der mutmaßliche Brandstifter (34) aus Castrop-Rauxel kurz vor der unbefristeten Zwangseinweisung in die geschlossene Psychiatrie.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in der Nacht auf den 6. Mai 2020 in die Wohnung eines vermeintlichen Nebenbuhlers eingebrochen zu sein und dort das Bett im Schlafzimmer angezündet zu haben. Glücklicherweise war bei dem Feuer in dem Mehrfamilienhaus niemand verletzt worden.

Klärung „unter Männern“

Der Castrop-Rauxeler räumt zwar ein, in der Wohnung seines Ex-Kumpels in Recklinghausen-Süd gewesen zu sein, um mit ihm „unter Männern“ dessen vermeintliche Affäre mit seiner Freundin zu klären. Er will aber letztlich nur todmüde mit einer brennenden Zigarette in der Hand eingeschlafen sein.

Nach Hinweisen auf eine gravierende wahnhafte Erkrankung hatten die Richter am Bochumer Landgericht zuletzt eine Psychiaterin zur Frage der Schuldfähigkeit des 34-Jährigen hinzugezogen.

Gutachten-Ergebnis: Eine zeitlich unbefristete Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik wird zum Schutz der Allgemeinheit empfohlen. Urteil: voraussichtlich am 12. Januar.

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