20.29 Uhr am Samstag am Hammerkopfturm. Eine Minute später ging das Licht aus. Nur der Vollmond blieb. © Helmut Kaczmarek
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Earth Hour verbindet den Hammerkopfturm mit dem Brandenburger Tor

Jahr für Jahr wird mit der Earth Hour auf den Klimaschutz hingewiesen. Das Brandenburger Tor, Schloss Neuschwanstein und der Hammerkopfturm in Castrop-Rauxel haben für eine Stunde etwas gemeinsam.

Es ist ein faszinierender Gedanke. Überall zur gleichen Ortszeit gehen die Lichter aus. Überall in der Welt. In 575 Orten in Deutschland. Sie alle wollen mit der Earth Hour ein Zeichen setzen. Am Brandenburger Tor, am Schloss Neuschwanstein, an der Dresdener Frauenkirche und im Erinpark in Castrop-Rauxel.

Bereits seit 2010 beteiligt sich die Stadt Castrop-Rauxel an der weltweiten Aktion für den Klimaschutz, die 2007 in Sydney entstand. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte schalteten damals für eine Stunde das Licht aus. So allumfassend ist die Aktion heute nicht mehr. Aber die Earth Hour gilt weiter als die größte globale Klima- und Umweltschutzaktion weltweit.

An drei Orten schaltete der EUV-Stadtbetrieb die Lichter am Samstag (27.3) von 20.30 bis 21.30 Uhr die städtische Beleuchtung aus. Am Erinturm im Erinpark und am Hammerkopfturm auf Schwerin wurde es schlagartig dunkel. Nur der Mond, einen Tag vor Vollmond besonders gut zu sehen, beleuchtete die Szenerie.

Ratssaal soll auf Bedeutung des Klimaschutzes in Castrop-Rauxel hinweisen

„Klimaschutz beginnt lokal und wirkt global“, so die Überzeugung der Stadt. So wurde außerdem die Beleuchtung im Ratssaal abgeschaltet. Der Ratssaal und der gesamt Rathauskomplex als Ort der gelebten Demokratie weise auf die hohe Priorität hin, die das Thema Klimaschutz seit vielen Jahren bei der Stadt Castrop-Rauxel habe.

Der Erin-Turm um 20.29 Uhr. Eine Minute später gingen die Lichter aus.
Der Erin-Turm um 20.29 Uhr. Eine Minute später gingen die Lichter aus. © Helmut Kaczmarek © Helmut Kaczmarek

Castrop-Rauxel, so informiert die Stadt, ist seit 1995 im Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V. Mitglied und orientiere sich an den Zielen der Bundesregierung zur Treibhausgasminderung. Mit ihrer Teilnahme am European Energy Award (Zertifizierung 2006, Rezertifizierung 2010, 2012) und der Beteiligung an dem Prozess der Lokalen Agenda 21 mit dem Thema Nachhaltigkeit setze die Stadt ihre Bemühungen zur CO2-Minderung fort und intensivierte diese. Hingewiesen wird auch auf das Klimaanpassungskonzept, das in diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

Bürger sollen animiert werden, im Alltag Strom zu sparen

Das Abschalten des Lichts an den öffentlichen Gebäuden soll dabei ein sichtbares Zeichen für den Umweltschutz sein, das die Bürgerinnen und Bürger von Castrop-Rauxel dazu animieren kann, auch zu Hause im Kleinen zum Beispiel Strom zu sparen und im Alltag an die Umwelt zu denken.

Die Earth Hour selbst ist eine weltweite Klima- und Umweltschutzaktion, die 2007 vom World Wide Fund for Nature (WWF) Australia ins Leben gerufen wurde und seitdem jedes Jahr im März stattfindet. Ziel des Aktionstages ist es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf den Klimaschutz zu lenken, indem Millionen von Menschen für eine Stunde am gleichen Tag um 20.30 Uhr Ortszeit ihr Licht ausschalten.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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