Das Durchfahrts-Testzentrum entsteht zwischen den Gebäuden des Europaplatzes und dem WLT-Logistikzentrum. © Ronny von Wangenheim
Coronavirus

Durchfahrts-Zentrum für Schnelltests startet am 1. April

Schnell und kontaktarm einen Corona-Test machen, das ist auch bald in Castrop-Rauxel möglich. Der Rat beschloss am Donnerstag ein kommunales Testzentrum. Da standen die ersten beiden Zelte schon.

Wer innerhalb der Stadtgrenzen einen Schnelltest machen möchte, muss einen Termin in einer der Arztpraxen und Apotheken machen, die Schnelltests bisher anbieten. Ein Durchfahrts-Testzentrum gibt es bislang nur in Recklinghausen. Ab 1. April wird sich das ändern. Der Termin wurde bewusst gewählt.

Die Vorbereitungen für ein kommunales Testzentrum laufen seit geraumer Zeit. Insofern war die Entscheidung des Stadtrats am Donnerstagabend (25.3.) nicht viel mehr als eine Formsache. Sie war denn auch einstimmig. Zwei Zelte standen da bereits auf der Parkfläche zwischen den Gebäuden am Europaplatz und dem WLT-Logistikzentrum. Während der Sitzung kam punktgenau die Genehmigung des Kreises Recklinghausen für die Errichtung des Zentrums.

Hintergrund ist, dass inzwischen jeder Bürger ohne corona-spezifische Symptome mindestens einmal in der Woche Anspruch auf einen kostenlosen Test hat. Um „niederschwellig“ Zugang zu solchen Bürgertestungen zu ermöglichen, wurden bereits Teststellen beauftragt: Apotheken und Ärzte. Das reicht auf Dauer aber nicht.

Testbedarf wird steigen, das zeigen Erfahrungen aus Recklinghausen

Die Stadt, so heißt es in der Vorlage der Verwaltung für den Rat, geht von einem steigenden Testbedarf aus. Die Verwaltung verweist hier auf das DRK-Durchfahrtszentrum in Recklinghausen. Dort würden zwei Teststrecken entgegen erster Prognosen wegen der großen Nachfrage nahezu in Volllast fahren.

Dazu kommt die Hoffnung, dass der Kreis Recklinghausen – wie beantragt – Modellkommune wird. Mit Testungen könnten dann Menschen wieder ins Restaurant, Kino oder Konzert gehen. Auch das würde den Testbedarf erhöhen.

Das Testzentrum soll bereits am 1. April mit zwei Teststraßen starten, weil gerade angesichts der Osterfeiertage mit einem deutlichen Testungsbedarf gerechnet wird. Ab Mitte April werden die Hausärzte in die Impfkampagne einbezogen. Hier könnten dann einige der bisherigen Teststellen entfallen. Nicht zuletzt, so die Stadt, wolle man den „Pendelverkehr“ zum Testzentrum nach Recklinghausen oder in andere Städte verhindern. Perspektivisch, so Bürgermeister Rajko Kravanja (SPD), könne man die erst einmal zwei Teststraßen noch erweitern.

Kosten sollen von Bund und Land übernommen werden

Die Finanzierung ist derzeit noch nicht abschließend geregelt. Die Stadt geht aber davon aus, dass Bund und Land die avisierte Refinanzierung der Aufwendungen übernehmen. „Ein Risiko ist aber natürlich immer dabei“, so Bürgermeister Kravanja vor dem Stadtrat. Betrieben werden soll das Zentrum von der Forum Betriebsgesellschaft mbH.

Durchgeführt werden sollen ausschließlich PoC-Tests. Bei positivem Testergebnis ist ein PCR-Test zur Bestätigung des Befundes erforderlich. Ein Termin im neuen Testzentrum muss vorab online in einem eigens dafür eingerichteten Portal vereinbart werden, auch die Mitteilung über das Testergebnis soll grundsätzlich digital erfolgen.

Das Testzentrum, so Kravanja, würden auch die Mitarbeiter des Konzerns Stadtverwaltung nutzen. Die Durchfahrtsstraße richtet sich vor allem an Autofahrer. Fußgänger oder Radfahrer sollten möglichst die dezentralen Testmöglichkeiten nutzen, heißt es.

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Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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