Drogen-Razzia: SEK-Einsatz wegen spezieller Rausch-Cocktails

Polizeieinsatz

Über 30 Polizisten, die meisten vermummt, griffen Dienstagmorgen zu und nahmen fünf Personen in Ickern fest. Zum Hintergrund äußern sich jetzt Staatsanwaltschaft und Polizei. Es ging um Liquids.

Ickern-End

, 09.09.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Drogenküche fanden die Ermittler in der Mietwohnung der Tatverdächtigen eines Zechenhauses in Ickern-End.

Diese Drogenküche fanden die Ermittler in der Mietwohnung der Tatverdächtigen eines Zechenhauses in Ickern-End. © Polizei Recklinghausen

Ermittlern des Polizeipräsidiums Recklinghausen ist ein Schlag gegen Drogenhändler gelungen. Am frühen Dienstagmorgen (8.9.) wurden zwei Wohnhäuser im Castrop-Rauxeler Stadtteil Ickern sowie in der Dortmunder Nordstadt durchsucht. Dabei waren auch Spezialeinsatzkräfte im Einsatz, weil es Hinweise auf möglichen Waffenbesitz der Tatverdächtigen gab.

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Die Beamten stellten Beweismaterial sicher: Drogen und Waffen. Direkt an der Eingangstür hingen zwei Baseballschläger. Weitere Waffen wurden in der Wohnung entdeckt. Zwei Männer (41 und 42 Jahre alt) und zwei Frauen (20 und 39) wurden in der Castrop-Rauxeler Wohnung festgenommen, eine weitere Frau (20) in Dortmund.

Hinter der Wohnungstür der durchsuchten Wohnung fanden die Polizisten diese Baseballschläger.

Hinter der Wohnungstür der durchsuchten Wohnung fanden die Polizisten diese Baseballschläger. © Polizei Recklinghausen

Gegen die beiden Männer sowie die 39-Jährige lagen bereits Haftbefehle des Amtsgerichts Dortmund wegen Drogenhandels vor. Die beiden 20-Jährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft entlassen. Die drei anderen gingen in Haft.

Der Gruppe wird vorgeworfen, „Liquids“ für E-Zigaretten mit synthetischen Cannabinoiden versetzt und vertrieben zu haben. Die Ermittlungen dauern an, heißt es in einer Mitteilung von Mittwochvormittag (9.9.).

Die Polizei warnt vor dem Konsum illegaler Liquids von E-Zigaretten. Mit synthetischen Cannabinoiden oder K.o.-Tropfen versetzte Liquids können lebensbedrohliche Zustände auslösen.

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