Drei Meter hoher Protest: Darum steht dieses grüne Kreuz auf dem Schweriner Berg

dzStiller Bauernprotest

In ganz Deutschland kämpfen die Landwirte gegen das Agrarpaket und für ein besseres Image. Auch der Schweriner Bauer Jan Kremerskothen wehrt sich mit mehreren Aktionen.

Schwerin

, 26.10.2019, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das große grüne Kreuz an der Kreuzung Mengeder Straße / Bodelschwingher Straße ist nicht zu übersehen. Es steht auf einem der Äcker von Kremerskothen, dem Bauern auf dem Schweriner Berg.

„Ja, das gehört mir“, bestätigt der Landwirt am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion. Aber was soll es bedeuten? „Das Kreuz steht dort als stiller Bauernprotest“, so Jan Kremerskothen. „Es soll auf die immer mehr werdenden Auflagen aufmerksam machen.

Des weiteren stehe es gegen das Agrarpaket und Bauernbashing, erklärt der junge Landwirt im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Aktion sei von ein paar Landwirten - unter anderem Agrarblogger Bauer Willi - ins Leben gerufen worden.

Zehntausende Bauern protestieren mit grünen Kreuzen

Zehntausende Landwirte haben sich daraufhin beteiligt. Sie haben grüne Kreuze auf ihre Felder gestellt und so einen stillen Protest gegen strengere Regeln für ihre Betriebe.

Drei Meter hoher Protest: Darum steht dieses grüne Kreuz auf dem Schweriner Berg

Das grüne Kreuz auf der Schweriner Kreuzung zwischen den Äckern von Kremerskothen. © Tobias Weckenbrock

So auch Jan Kremerskothen in Castrop-Rauxel: „Meine Frau Stephanie und ich haben das Kreuz selber gebaut“, sagt der Landwirt, „wir haben ein paar alte Balken etwas mit grüner Farbe erneuert.“

Knapp drei Meter hohes Kreuz

Das Drei-Meter-Kreuz steht jetzt seit gut einer Woche auf dem Feld. „Wir wollen es aber wahrscheinlich woanders hinstellen“, sagt Kremerskothen: „An eine Stelle, an der es besser zu sehen ist.“

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Auch bei der Bauern-Demo in Bonn war Kremerskothen dabei. Gemeinsam mit anderen Landwirten fuhr er mit seinem Trecker hin.

Stiller Bauernprotest

  • Ausgelöst durch das Agrarpaket starteten die Landwirte eine Graswurzelbewegung der Grünen Kreuze. Organsiert wurde die Aktion durch Agrarblogger Bauer Willi.
  • Die Landwirte wollen so für ein besseres Image kämpfen. Schon seit längerem sind sie dafür in sozialen Netzwerken aktiv.
  • Für den sogenannten „stillen Protest“ veröffentlichen die Bauern Fotos der grünen Kreuze.
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