Drei Menschen sind in Castrop-Rauxel an den Folgen von Corona gestorben

Coronavirus

Die Zahl der Todesopfer steigt weiter an. In Castrop-Rauxel wurden drei neue Fälle gemeldet. Im ganzen Kreis sind es 19 weitere Fälle. Die Inzidenz steigt weiter über einen Grenzwert hinweg.

Castrop-Rauxel

, 09.01.2021, 10:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Zahl der Menschen, die an den Folgen von Corona sterben, bleibt weiter sehr hoch.

Die Zahl der Menschen, die an den Folgen von Corona sterben, bleibt weiter sehr hoch. © dpa

Die Zahlen steigen weiter. Der Kreis Recklinghausen meldet am Samstagvormittag insgesamt 19 neue Todesfälle. Davon sind drei aus Castrop-Rauxel. Gestorben sind in Castrop-Rauxel eine Frau im Alter von 97 Jahren und zwei Männer im Alter 74 und 93 Jahren. Hier sind jetzt seit Beginn der Corona-Pandemie 16 Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Die weiteren Todesfälle: Es starben in Datteln zwei Frauen im Alter von 90 und 88 Jahren und zwei Männer im Alter 85 und 98 Jahren, in Gladbeck drei Frauen im Alter von 87, 82 und 89 Jahren und ein Mann im Alter von 91 Jahren, in Herten zwei Frauen im Alter von 77 und 84 Jahren und vier Männer im Alter von 92, 90, 84 und 99 Jahren, in Marl eine Frau im Alter von 77 Jahren sowie in Recklinghausen ein Mann im Alter von 70 Jahren. Alle wurden zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet.

Das Gesundheitsamt weist weiter daraufhin, dass viele Meldungen über Verstorbene aus den letzten zwei Wochen erst jetzt eintreffen, da durch Betriebsferien in vielen Stadtverwaltungen rund um die Feiertage in einigen Standesämtern nur ein Notdienst im Einsatz war. Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung die Todesfälle erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt.

In Castrop-Rauxel wurden 19 neue Coronafälle an einem Tag gezählt. Es sind jetzt insgesamt 1717. Da die Zahl der Gesundeten um 21 auf 1509 gestiegen ist, sind aktuell 192 Castrop-Rauxeler infiziert, fünf weniger als am Vortag.

Im Kreis Recklinghausen haben sich an einem Tag 282 Menschen neu infiziert. Die Gesamtzahl beträgt 17.835, davon gelten 15.479 als gesund. 356 Menschen sind an den Folgen von Corona gestorben. Aktuell sind genau 2000 Menschen als aktuell infiziert registriert.

Inzidenzwert liegt jetzt auch offiziell über 200

Es hatte sich bereits am Freitag angedeutet: Der Kreis Recklinghausen hat jetzt auch offiziell den Grenzwert von 200 bei der Wochen-Inzidenz überschritten. Das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG), dessen Zahlen ausschlaggebend sind, meldet einen Wert von 203,7. Allerdings weist das RKI, das diese Zahlen ebenfalls meldet, weiter daraufhin, dass wegen der Feiertage und fehlender Daten die Werte noch nicht komplett aussagefähig sind. Das belegt auch ein Vergleich bei den Infiziertenzahlen: Das LZG meldet für den Kreis 17.441 Fälle, der Kreis selbst hat 17.835 Fälle registriert.

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Der Kreis Recklinghausen, der bereits am Freitag von der Inzidenz 209,2 ausgegangen ist, sieht die Inzidenz am Samstag bereits bei 235,3. Für Castrop-Rauxel gilt die Inzidenz 177,2, am Freitag lag sie bei 169,1. Am höchsten ist sie in Gladbeck mit 387,5. Unter 200 liegt sie nur noch in Haltern mit 97,8 und Dorsten mit 135,2.

Krisenstab des Kreises tagt am Montag

Der Kreis Recklinghausen ist damit einer von fünf Hotspots in NRW. In Gelsenkirchen (250,7), Bielefeld (204,1), Höxter (239,6) und im Oberbergischen Kreis (242,6) liegen sie ebenfalls über 200. Was das für Auswirkungen hat, ist nicht ganz klar. Anders als in anderen Bundesländern findet sich in der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW keine Bestimmungen zu der 15-Kilometer-Regel. Die Entscheidung über diese Einschränkung der Bewegungsfreiheit müsse von den Kreisen und kreisfreien Städten kommen, so das Land.

Der Kreis Recklinghausen hatte am Freitag noch mitgeteilt, dass man erst einmal weitere Verordnungen des Landes abwarten wolle. Der Krisenstab werde am Montag (11.1) tagen. Frühestens zur Wochenmitte seien also zusätzliche Maßnahmen möglich.

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