Die Osterruhe ist gestoppt: Der Einzelhandel darf auch am Gründonnerstag und Karsamstag öffnen. © dpa
Einzelhandel und Corona

Doch keine Osterruhe: Castrop-Rauxeler Einzelhandel ist erleichtert

Der Gründonnerstag wird auch 2021 der umsatzstärkste Tag im Lebensmittel-Einzelhandel sein. Nachdem Angela Merkel die „Osterruhe“ gestoppt hatte, wurde in Castrop-Rauxel schnell umgeplant.

Kein Ostereinkauf am Gründonnerstag, 1. April: So lautete die Botschaft der Regierenden am Dienstag. Der Lebensmittel-Einzelhandel hatte darauf reagiert. Warenbestellungen wurden zusätzlich getätigt, der Personaleinsatzplan neu gemacht. Am Mittwoch (24.3.), wenig mehr als 24 Stunden später, war alles Makulatur.

„Ich habe gerade noch die Kanzlerin im Radio gehört“, sagt Norbert Jürgens aus dem K+K-Markt in Rauxel am Mittag. Da hatte Angela Merkel gerade erklärt, die Osterruhe sei gestoppt. Sie sei ein Fehler gewesen, ihr Fehler. „Ich hab sowieso nicht verstanden, wozu sie gut sein sollte“, sagt Jürgens. Damit ist er nicht allein. Allgemein war befürchtet worden, es werde dann am Mittwoch und Karsamstag in den Geschäften umso voller werden.

„Der Gründonnerstag ist bei uns der umsatzstärkste Tag im Jahr“, sagt Norbert Jürgens. Jetzt wurde schnell der alte Personalplan wieder aktiviert. Zusätzliche Bestellungen konnten noch rechtzeitig gestoppt werden. Jürgens: „Aber wir hätten das auch anders hingekriegt.“

„Für die Kunden wird es einfacher“

Erleichtert zeigt sich auch Nick Nebel, Marktleiter des Kauflands im Einkaufszentrum (EKZ) Widumer Platz. Zwar bedeutet das „Rein in die Osterruhe, raus aus der Osterruhe“ viel Mehrarbeit. Vor Ort im Markt, aber auch in der Kaufland-Zentrale: „Da wurde viel in Bewegung gesetzt.“ Aber er sei froh, dass sich der Ostereinkauf jetzt auf die vier Tage vor Karfreitag verteile. „Für die Kunden ist es einfacher.“

Auch im Kaufland wird üblicherweise vor allem am Gründonnerstag der Großteil des Ostereinkaufs erledigt. „Am Donnerstag startet auch unsere Werbung, das zieht stark Kunden an“, erläutert Nick Nebel. Am Samstag würden dann eher die Notfalleinkäufe getätigt.

Alter Personaleinsatzplan tritt wieder in Kraft

Nachdem der Marktleiter am Dienstag die Personaleinsatzplanung für die rund 100 Mitarbeiter und die drei Tagesschichten geändert hatte, wurde jetzt alles rückgängig gemacht. „Ich hatte die alten Pläne glücklicherweise gesichert“, erzählt er.

Wegen des zu erwartenden Andrangs wird ab Montag im Kaufland ein Wachmann eingesetzt, der kontrolliert, dass nicht zu viele auf einmal einkaufen und die Hygieneregeln einhalten. Rund 220 Kunden dürfen in den Kaufland in der Altstadt. Wartezeiten gebe es normalerweise nicht, so Nick Nebel. Zurzeit staue es sich manchmal, weil nur drei der fünf Aufzüge laufen. Sie sollen aber in der kommenden Woche alle funktionieren.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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