Soldaten der Bundeswehr werden den Kreis dabei unterstützen, Abstriche zu machen. © dpa
Coronavirus

Die Bundeswehr hilft dem DRK jetzt auch bei den nötigen Corona-Tests

Am Donnerstag rücken Soldaten an, um das Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Corona-Fällen zu unterstützen. Doch das reicht nicht. Daher wird das Heer nun auch noch an anderer Stelle helfen.

Das Kreisgesundheitsamt ist am Limit und die Bundeswehr hilft, das ist seit Anfang der Woche klar. Am Donnerstag rücken die ersten zehn Soldaten und Soldatinnen an, um bei der Rückverfolgung von Corona-Fällen zu helfen.

Doch damit Fälle überhaupt zurückverfolgt werden können, muss erst mal getestet werden. Und auch bei den Testungen wird es immer schwieriger, hinterherzukommen. Daher hat der Kreis auch hierfür ein Hilfeersuchen gestellt. „15 Soldaten kommen nun, um uns dabei zu helfen, Corona-Abstriche zu nehmen“, sagt Lena Heimers, Sprecherin des Kreises. Auch sie sind ab morgen im Einsatz.

Soldaten kommen zu Verdachtsfällen nach Hause

Sie unterstützen das Deutsche Rote Kreuz, das im Auftrag des Kreises für die Testungen zuständig ist. Laut Heimers werden die Soldaten eine mobile Einsatztruppe bilden: Sie fahren durchs Kreisgebiet, um Abstriche auch zu Hause zu machen. Beispielsweise bei Personen, die nicht in der Lage sind, eine Praxis aufzusuchen.

Zu den 25 Soldaten, die ab morgen dem Kreis helfen, werden in den kommenden Wochen 30 weitere hinzukommen, die in der Kontaktverfolgung eingesetzt werden, teilt der Kreis mit. Entsandt wurde die Hilfe aus dem Versorgungsbataillon 7 in Unna und dem Sanitätsregiment 4 in Rheine. Laut Heimers haben einige Soldaten einen „direkten Bezug zum Kreisgebiet“. Sie wohnen im Kreis oder stammen hierher.

Die Schulung der neuen Kräfte beginne direkt am Donnerstag. Hilfreich sei, dass einige Soldaten mehr als Deutsch und Englisch sprechen könnten, heißt es beim Kreis. Das Heer hilft für zunächst sechs Wochen. Der Kreis könne aber bei Bedarf die Bundeswehr bitten, länger zu bleiben.

Die Zahl der Corona-Infizierten stieg auch am Mittwoch im Kreis weiter an: Das Gesundheitsamt meldete am Mittwochmorgen 3469 Infizierte, das sind 115 mehr als am Vortag.

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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Natascha Jaschinski

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