Die Bedeutung der Corona-Warn-App für den Kreis bleibt unklar

Corona

Von der Corona-Warn-App wurde viel erwartet, seit mehr als drei Monaten ist sie im Betrieb. Im Kreis Recklinghausen funktioniert auch jetzt noch nicht alles wie geplant.

Castrop-Rauxel

, 28.09.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Corona-Warn-App soll Risiko-Begegnungen mit Infizierten erkennen.

Die Corona-Warn-App soll Risiko-Begegnungen mit Infizierten erkennen. © dpa

Die Corona-Warn-App soll ihre Nutzer über Begegnungen mit Corona-Infizierten informieren, ohne zu viele Informationen über den Nutzer preiszugeben. Am 16.6. ist die Warn-App an den Start gegangen, bis zum 22.9. wurde sie 18,4 Millionen Mal heruntergeladen.

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Wie das RKI bekannt gab, wurden bisher bundesweit 4373 Fälle in die App eingetragen. Wie viele Menschen über einen Kontakt informiert wurden, kann nicht erfasst werden. Das RKI schreibt dazu: „Es gibt keine Daten dazu, wie viele Menschen mit Hilfe der Corona-Warn-App über eine mögliche Risiko-Begegnung informiert wurden, da die App auf einem dezentralen Ansatz basiert.“

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Laboratorien nicht optimal ausgestattet

Im Kreis Recklinghausen ist man sich über die Auswirkungen der App kaum im Klaren. Pressesprecherin Lena Heimers erklärt auf Anfrage telefonisch: „Wir halten nicht nach, welche Fälle aufgrund der App anrufen.“ Eine genaue Zahl sei schwierig festzuhalten, es gebe auch Überschneidungen mit Leuten, die durch einen zentralen Ausbruch an einer Schule sowieso kontaktiert würden.

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Außerdem seien noch nicht alle Labors in der Lage, den QR-Code zu generieren, der benötigt wird, um eine Infektion in der App einzutragen. Dann müssen die Betroffenen noch zum Telefonhörer greifen und ihren Fall über eine Hotline eintragen.

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