Es gibt immer wieder Probleme mit den Warnungen der Cas-App. © Tobias Weckenbrock
Stadt-App

Die alte CAS-App wird ganz neu – auch der alte Dienstleister ist raus

Wer eine Push-Nachricht bekam, der suchte zuweilen vergeblich, wenn er in der CAS-App weitere Details dazu finden wollte. Die Castrop-Rauxeler Stadt-App wird sich wandeln. Ihr Urheber ist raus.

Die CAS-App wird neu. Sie wird vier Jahre nach ihrem Start in einem großen Update im Laufe dieses Jahres frisch und zeitgemäß renoviert. Dahinter steckt auch ein neuer Dienstleister: Der einstige Macher, der im Impressum steht, die BlueBox GmbH aus dem Erin-Park um Geschäftsführer Birger Wunderlich, ist raus.

„Ein Entwicklerstudio aus Dortmund kümmert sich um eine neue Version der CAS-App“, heißt es auf Anfrage unserer Redaktion aus der Stadtverwaltung. Im Fokus der Neuentwicklung stehe, die App barrierefrei zu gestalten: Die Einstellungen des Smartphones bei Schriftgrößen und Kontrasten sollen dabei berücksichtigt, die Inhalte zoomfähig und vorlesbar werden.

Kravanja: Alter Dienstleister musste Projekt abgeben

„Die Weiterentwicklung ist leider coronabedingt hinten runter gefallen“, sagte Bürgermeister Rajko Kravanja in einer Online-Sprechstunde bei Facebook. „Wir machen das mit einem neuen Software-Entwickler zusammen, der alte musste dieses Projekt in Corona leider abgeben, da es dort personell Veränderungen gab“, erklärte Kravanja.

Ein neuer Vertrag sei nun unterschrieben. Das die CAS-App auch in anderen Städten als Vorbild adaptiert wurde, habe man mit allen Städten vereinbaren müssen, nun mit einem neuen Anbieter weiter zu machen. „Das ist mein Baby, das liegt mir am Herzen“, so Kravanja. „Wir machen das nun richtig gut von Grund auf neu und haben dann bald die CAS-App 2.0.“

Nach der Erarbeitung der Designs für die einzelnen Ansichten steht im Anschluss eine Programmierphase an, die sicher einige Zeit in Anspruch nehmen werde. „Sobald eine erste Version zur Verfügung steht, ist wieder geplant, einige freiwillige Beta-Tester einzuladen, die neue App auf Herz und Nieren zu testen“, sagt nun Benjamin Matzmorr, Leiter Informationstechnik und zentrale Dienste der Stadtverwaltung. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieses Feedback der Nutzenden sehr hilfreich ist.“

Push-Mitteilungen sind große Baustelle

Grundlegend neue Funktionen werden noch nicht umgesetzt, auch wenn einige kleinere Überraschungen geplant seien und an einigen Stellen geschraubt werde, die nicht ganz rund laufen: Das betrifft Push-Nachrichten, den Versand der Erinnerungen für die Mülltonnenleerung und Unwetterwarnungen. In der neuen App sollen sich diese Inhalte nach dem Antippen der Nachricht sofort öffnen, statt in den Untiefen der Navigation zu verschwinden.

Genutzt wird die Gelegenheit, um eine neue, intuitive Benutzeroberfläche zu gestalten. In diesem Zuge wird der ganze Programmcode überarbeitet. Der neue Dienstleister wechselt auf eine zeitgemäße Programmiertechnik, die langfristig weniger Entwicklungszeit und dadurch geringere Kosten, bessere Wartbarkeit bei Updates von Google und Apple und ein einheitliches Erscheinungsbild sicherstellt.

„Diese neue Basis macht die CAS-App zukunftsfähig für die weitere Digitalisierung der Stadtverwaltung, des EUV Stadtbetriebs und der Stadtwerke“, heißt es von der Stadtverwaltung. Die anderen Städte des Kreises Recklinghausen, die City-Apps auf Basis des Quellcodes der CAS-App entwickelt haben, arbeiten auch mit dem neuen Entwicklerbüro zusammen.

Die CAS-App ist eine App für Smartphones für das Android- und das iOS-Betriebssystem (iPhone), in der die Stadtverwaltung wichtige Mitteilungen versendet, Informationen und Ansprechpartner bündelt. Leerungstermine der Müllabfuhr, Telefonnummern, Kontakte zu den Stadtwerken und dem EUV sind hier an einer Stelle zusammengestellt. Ein beliebter Bestandteil ist der Mängelmelder, über den man einfach Fotos an die Verwaltung übermitteln kann, wenn man Müll, Schlaglöcher oder andere unliebsamen Dinge im Stadtgebiet entdeckt. Auch Unwetter- und Katastrophenwarnungen werden verschickt. Tausende von Nutzern haben die App bisher heruntergeladen.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen in der Medienwelt der 2010er-Jahre.
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Tobias Weckenbrock

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