Der Luftreinhalteplan ist da

CASTROP-RAUXEL Wirbelte die Umweltzone noch vor Monaten enormen Staub auf, bietet der Umstand, dass der Luftreinhalteplan für das nördliche Ruhrgebiet jetzt veröffentlicht ist, keine Aufreger mehr.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 29.07.2008, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieser Plan ist längst Makulatur.

Dieser Plan ist längst Makulatur.

Dieses Urteil garantiert jedem Bürger ein einklagbares Recht auf eine Minimierung der Schadstoffe in der Luft. Über die Aufstellung eben eines Luftreinhalteplanes. Wie er 2005 wegen der Benzol-Werte bei Rütgers in den Stiel gestoßen wurde. Von der Umweltzone, die unsere Stadt in zwei Hälften geteilt hätte, ist zumindest vorerst nichts übrig geblieben. Stattdessen gibt es ein Maßnahmenpaket für den Luftreinhalteplan, der am 4. August in Kraft tritt. Dazu gehört z.B. die Optimierung von „grünen Wellen“. Wie bei der aktuellen Baumaßnahme an der B 235 vom Engelsburgplatz bis nach Merklinde, wo der Landesbetrieb Straßenbau elf neue Ampeln einbaut. „Das wäre aber auch ohne den Plan passiert“, sagt Thorsten Werth-von Kampen, Ressortleiter Umwelt beim EUV Stadtbetrieb. „Bei der Stellungnahme der Stadt zum Luftreinhalteplan haben wir darauf gedrungen, dass die nachträglich zu erstellende Ampelkarte berücksichtigt wird und darauf hingewiesen, dass wir das Ganze als dynamischen Prozess sehen“, erklärt Werth-von Kampen. Ampelkarte und Klötzchen-Modell sind Hilfsinstrumente, weil es in unserer Stadt keine Messstationen gibt und mit der Errichtung auch gar nicht zu rechnen ist.

Die Ampelkarte (rot/gelb/grün) zeigt auf, wo Überschreitungen auftreten, wo sie zu erwarten sind und wo sie auch zukünftig nicht auftreten. Die Bezirksregierung in Köln liefert diese Ampelkarte, die mit den Informationen des dreidimensionalen Klötzchen-Modells des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zur Computersimulation eingesetzt wird und Auskunft über Castrop-Rauxel geben soll.

Lesen Sie jetzt