Das Baumsterben in Castrop-Rauxel macht vor kaum einer Art halt

Bäume

Auf dem Waldfriedhof Bladenhorst mussten jetzt vier Bäume gefällt werden. Zwei davon wieder einmal wegen einer Krankheit, die sich schon seit 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen ausbreitet.

Castrop-Rauxel

, 01.06.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf dem Waldfriedhof Bladenhorst mussten jetzt gleich vier kranke Bäume gefällt werden.

Auf dem Waldfriedhof Bladenhorst mussten jetzt gleich vier kranke Bäume gefällt werden. © Stadt

In der vergangenen Woche musste der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen der Stadtverwaltung vier abgängige und abgestorbene Bäume auf dem Waldfriedhof Bladenhorst fällen lassen.

Im südlichen Bereich des Friedhofs sind laut Stadtverwaltung in kürzester Zeit zwei Buchen abgestorben. Laut Experten seien sie wahrscheinlich der sogenannten Buchenkomplex-Erkrankung erlegen.

Charakteristische Symptome dieser seit Beginn der 2000er-Jahre sich ausbreitenden Erkrankung sind Schleimflussflecken und in späteren Stadien fleckenweises Absterben und Ablösen der Rinde, Holzfäule, Pilzfruchtkörper und der Befall durch holzbrütende Insekten.

Beide Bäume wurden mit Seilklettertechnik abgetragen.

Birke und Eiche mussten auch gefällt werden

Außerdem mussten auf dem Friedhof noch eine schwache Birke sowie eine dahinter stehende Eiche gefällt werden. An der Eiche war bereits bei einem Sturm im Jahr 2018 eine Starkwurzel abgerissen.

Daraufhin hat der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen das Efeu am Stamm gekappt, um die Windlast des Baumes zu verringern. Doch leider, so die Stadt, habe sich die Eiche nicht wieder erholt.

Dem Waldcharakter des Friedhofs tun die vier nun fehlenden Bäume aus Sicht des Bereichs Stadtgrün glücklicherweise keinen Abbruch, „zumal in den beiden Bereichen natürlich neue Bäume nachgepflanzt werden“, so heißt es von der Pressestelle der Stadt.

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