Coronavirus

Coronazahlen steigen: Kreis meldet Inzidenz über dem Grenzwert von 200

Es gibt keine Entwarnung: Die Corona-Zahlen steigen weiter. Im Kreis Recklinghausen hat es 25 neue Todesfälle gegeben. Und die Inzidenz gibt der Kreis bereits mit 209,2 an.
25 Menschen sind im Kreis Recklinghausen an den Folgen einer Coronainfektion gestorben. © dpa

Der Grenzwert 200 bei der 7-Tages-Inzidenz ist entscheidend, ob es weitere Maßnahmen geben wird. Die bundesweit angekündigte 15-Kilometer-Regel fehlt allerdings überraschender Weise in der neuen Corona-Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen. Die Entscheidung über diese Beschränkung der Bewegungsfreiheit hat das Land an Kreise und kreisfreie Städte übertragen. Aus dem Kreishaus in Recklinghausen gibt es zum Grenzwert schlechte Nachrichten. Es sind nicht die einzigen.

Geht es nach den Zahlen, die der Kreis am Freitagmorgen veröffentlicht hat, ist der Grenzwert erreicht. Die Inzidenz ist von 181,9 auf 209,2 gestiegen. Dieser Wert ist rechtlich allerdings nicht entscheidend. Hierfür gelten die Werte des Landeszentrums für Gesundheit NRW (LZG), die dann ausschlaggebend für Maßnahmen sind. Hier wird für Recklinghausen ein um 39,2 gestiegener Wert von 193,9 angegeben, also knapp unter der Grenze von 200. Die Tendenz zeigt aber nach oben.

Kreis meldet 25 weitere Todesfälle, keiner davon in Castrop-Rauxel

Es gibt mehr schlechte Nachrichten. An einem Tag wurden 25 Todesfälle im Kreis gemeldet. Damit sind inzwischen 337 Menschen an den Folgen von Corona gestorben. Allerdings weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass erst jetzt viele Meldungen über Verstorbene aus den letzten zwei Wochen eingehen, da in vielen Städten rund um die Feiertage in einigen Standesämtern nur ein Notdienst im Einsatz war. Seit Beginn der Pandemie meldet die Kreisverwaltung Todesfälle erst, wenn eine schriftliche Bestätigung vorliegt.

Gestorben sind in Datteln fünf Frauen im Alter von 80, 86, 88, 90 und 91 Jahren und ein Mann im Alter von 72 Jahren, in Dorsten eine Frau im Alter von 90 Jahren und zwei Männer im Alter von 64 und 74 Jahren, in Gladbeck zwei Männer im Alter von 52 und 84 Jahren, in Herten fünf Frauen im Alter von 80, 83, 89, 93 und 96 Jahren sowie vier Männer im Alter von 84, 86, 89 und 92 Jahren, in Recklinghausen eine Frau im Alter von 95 Jahren und drei Männer im Alter von 72, 85 und 94 Jahren sowie in Waltrop eine Frau im Alter von 58 Jahren. Alle wurden zuvor positiv auf das Corona-Virus getestet.

In Castrop-Rauxel bleibt die Zahl unverändert bei 13. In der Europastadt wurden an einem Tag 25 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind es gesamt 1698. Davon gelten 1488 als gesundet. Aktuell sind wie bereits am Donnerstag 197 Menschen infiziert.

In fünf Städten ist die Inzidenz höher als 200

Die 7-Tages-Inzidenz in Castrop-Rauxel ist von 145,9 auf 169,6 gestiegen. Im Kreis ist die Zahl besonders hoch in Gladbeck (363,7). Über 200 liegen Herten mit 211,9, Oer-Erkenschwick mit 219,6, Recklinghausen mit 246 und Waltrop mit 269,4.

Im Kreis Recklinghausen wurden inzwischen 17.553 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, ein Plus von 264. Aktuell infiziert sind 1982 Menschen.

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