Coronavirus: Ob das Parkbad Nord überhaupt öffnet, ist fraglich

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Das Wetter ist nahezu sommerlich, eigentlich würde man jetzt fragen: Wann macht das Parkbad Nord auf? Aber die Corona-Krise macht fraglich, ob das Freibad 2020 überhaupt öffnen kann.

Ickern

, 27.04.2020, 04:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Kinder in Castrop-Rauxel, die schon ihre Osterferien quasi kontaktlos verbringen mussten, davor nicht in die Schule konnten, jetzt immer noch überwiegend zu Hause sitzen und für die der Sommerurlaub in weite Ferne gerückt ist, wäre es eine Katastrophe: ein Sommer ohne Freibad.

Das könnte aber 2020 ein realistisches Szenario werden. Denn wegen des Coronavirus sind seit Wochen alle Sportmöglichkeiten untersagt, sind alle Bäder geschlossen. Und Lockerungen gerade im Bäder-Bereich liegen noch nicht im Bereich des Denkbaren.

Bädergesellschaft fordert klare Ansagen

Denn wo kommt man sich näher? Wo wird getobt wie in einem Bad, gerade in einem Freibad? Die Deutsche Gesellschaft für das Bäderwesen fordert in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten mehr Klarheit und angesichts der steigenden Temperaturen vor allem eine klare Ansage für die Freibäder.

In Castrop-Rauxel bereitet de Stadt alles dafür vor, dass das Parkbad Nord bei positiven Signalen aus Berlin und Düsseldorf sofort an den Start gehen könnte. Derzeit wird das Freibad wie in jeden Jahr auf einen möglichen Saisonstart vorbereitet.

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Dies beinhaltet laut Stadtverwaltung Reparaturen der Fliesen in den Becken, die Reinigung der Umkleiden und Sanitärbereiche, Überprüfung der Pumpen und der Wasseraufbereitungstechnik, Pflege der Grünanlagen. Darüber hinaus wird der Wassereinlass überprüft und es finden Wasserqualitätskontrollen der Duschen und Schwimmbecken statt.

Parkbad Nord: Begrenzte Besucherzahl denkbar

„Tatsächlich“, so Stadtsprecherin Uta Stevens auf Anfrage unserer Redaktion, „muss nun erst einmal abgewartet werden, welche Regelungen das Land ab dem 3. Mai trifft. Grundsätzlich bereiten wir uns aber darauf vor, wie mögliche Regelungen unter anderem mit einer begrenzten Besucherzahl oder Reinigungsplänen aussehen können.“

Auch zu einem möglichen Öffnungstermin bleiben die Bestimmungen des Landes abzuwarten. Bürgermeister Rajko Kravanja wies bereits bei seiner letzten Facebook-Sprechstunde darauf hin, dass eine Freibad-Öffnung derzeit noch fraglich sei. „An guten Tagen hatten wir dort bis zu 3000 Besucher, das wird in diesem Jahr sicher nicht möglich sein“, sagte er. Daher prüfe man auch Möglichkeiten, das Bad etwa nur für 500 Gäste am Tag zu öffnen, um so große Abstände zwischen den Menschen zu gewährleisten.

In anderen Orten bleiben Bäder komplett zu

Das Freibad-Problem hat nicht nur Castrop-Rauxel. Auch in der Umgebung kämpft man in dieser Hinsicht mit den Auswirkungen des Virus. In manchen Bädern kam man bereits zu dem Schluss, dass man die gesamte Saison 2020 opfern muss.

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In einem normalen Jahr würde jetzt gerade auch Wasser in die Becken des Freibades Hardenberg in Dortmund-Deusen laufen. Doch daraus wird nach Meinung der Betreiber so schnell nichts. Die Sportwelt Dortmund rechnet damit, wegen des Verbots von Großveranstaltungen in diesem Sommer gar nicht öffnen zu dürfen.

Das Freibad im Revierpark Wischlingen, ebenfalls im Dortmunder Westen gelegen und im Sommer eine absolute Attraktion in der Region, ist schon für die Saison bereit. Aber auch dieses Bad darf natürlich erst einmal nicht öffnen.

Pandemie-Auflagen sind zu groß

Das Freibad in Lünen-Brambauer hat die Saison bereits abgeschrieben. Es bleibt geschlossen. Der Trägerverein, der das Bad betreibt, verweist auf die Pandemie-Pläne der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. „Die Auflagen sind zu hoch“, so Paul Jahnke vom Brambauer Bad.

Und auch im nahen Herne ist die Freibad-Saison in weiter Ferne. Das Wananas und der Südpool, die Spaßbäder nebenan, sind wie alle anderen Bäder geschlossen und werden saniert. Ob und wann man in Herne wieder schwimmen kann, ist fraglich.

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