Ab einer Inzidenz von 200 können Kreise und Städte weitere Beschränkungen einführen wie eine Ausgangssperre. © K_V
Ausgangsverbot

Corona-Werte auch am Montag viel zu hoch: Neue Beschränkungen drohen

In Castrop-Rauxel und dem Kreisgebiet sind die Corona-Werte weiter viel zu hoch. Ein Kreis in NRW hat jetzt zusätzliche Beschränkungen eingeführt. Reagiert jetzt auch der Kreis Recklinghausen?

Seit Montag, 11.1., gelten in NRW die neuen Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Schulen gehen komplett in den Distanzunterricht und Kitas betreuen nur noch in reduziertem Umfang. Die Kontaktbeschränkungen sind verschärft. Menschen aus einem Haushalt dürfen sich im öffentlichen Raum nur noch mit einer weiteren Person treffen.

Zugleich hat es das Land in die Entscheidung betroffener Kreise und Städte gestellt, wie man mit Inzidenzen jenseits der 200er-Marke umgeht, ob weitere Beschränkungen eingeführt werden.

Joachim Stamp (FDP) sieht 15-Kilometer-Regel skeptisch

Kreise und Städte mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 dürfen selber entscheiden, ob sie die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger einschränken. Möglich sind Ausgangsbeschränkungen und eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15 Kilometern. NRW-Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) ist etwa skeptisch, ob die 15-Kilometer-Regel für Einwohner in Corona-Hotspots die Infizierten-Zahlen tatsächlich zum Sinken bringen kann. „Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass dies etwas bringt“, sagte Stamp im WDR. Fraglich sei zudem, ob eine solch weitreichende Einschränkung überhaupt verhältnismäßig sei und sie vor Gericht Bestand habe.

Von Inzidenzen über 200 sind am Montag sieben Städte in NRW betroffen, darunter auch der Kreis Recklinghausen. Aber nur der Oberbergische Kreis (Inzidenzwert aktuell 244,8) beschloss, dass ab Montag ein Ausgangsverbot für die Bürger zwischen 22 und 5 Uhr gelten soll.

Im Kreis Recklinghausen noch keine Entscheidung

Der Kreis Recklinghausen hat eine solche Entscheidung bisher nicht getroffen. Dabei liegt die Inzidenz auch hier am Montag erneut weit über 200, genau gesagt bei 228,5, so die Werte des Landeszentrums Gesundheit von 0 Uhr am Montagmorgen. 88 neue Fälle waren am Sonntag hinzu gekommen. Weiß man, dass an Wochenenden weniger getestet wird, dürften zu Wochenbeginn viele neue Fälle hinzu kommen. Insgesamt gab es in den vergangenen sieben Tagen 1403 neue Fälle im Kreisgebiet, insgesamt bis heute 17.810 Fälle. 15.000 davon gelten als genesen, 351 Menschen sind seit Beginn der Pandemie mit oder an dem Virus verstorben.

Auch der harte Lockdown, der jetzt bereits seit Wochen gilt, hat in Castrop-Rauxel und Umgebung bisher keinen echten Bruch der Virus-Infektionen gebracht. Die Zahlen stiegen zwar nicht mehr unkontrolliert, haben sich aber auf einem hohen Level eingependelt und sinken nicht tatsächlich.

So ist man immer noch sehr weit von Inzidenzwerten um die 100er-Marke oder gar der magischen 50er-Marke entfernt, an der so etwas wie leichte Entwarnung gegeben werden könnte. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland daher insgesamt immer noch als sehr hoch ein.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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