Corona: Wann können Menschen aus der Impfgruppe 2 Termine bekommen?

Coronavirus

300.000 Menschen haben ihren Impftermin in einem der Impfzentren in Westfalen-Lippe sicher oder schon hinter sich. Aber wie geht es weiter? Die KVWL erklärt, wer sich wann einen Termin holen kann.

Kreis Recklinghausen

, 12.02.2021, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Menschen auf dem Weg zum Impfzentrum in Recklinghausen: Hier war die Schnee-Situation in der ersten Woche zum Teil schwierig.

Menschen auf dem Weg zum Impfzentrum in Recklinghausen: Hier war die Schnee-Situation in der ersten Woche zum Teil schwierig. © Jörg Gutzeit

Das Impfen im Impfzentrum in Recklinghausen läuft seit nunmehr einer Woche. Trotz des Schnee-Chaos kamen viele Menschen in die Kreisstadt, um ihren Impftermin auf dem Konrad-Adenauer-Platz wahrzunehmen. Am ersten Tag wurden 333 Menschen geimpft. Laut Kassenärztlicher Vereinigung nahmen rund 60 Menschen ihren Termin am ersten Tag nicht wahr.

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Wie geht es nun aber weiter nach der ersten Impfwoche? Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sagt, dass noch offen sei, wann die Impfungen für die über 70-Jährigen und für Bürger mit bestimmten chronischen Erkrankungen beginnen können, die laut Impfverordnung der zweithöchsten Prioritätsstufe angehören. „Das lässt sich aktuell noch nicht genau sagen. „Wir gehen aber davon aus, dass es im Frühjahr soweit sein wird“, sagt Dr. Volker Schrage, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende.

Abstimmungen mit Gesundheitsministerium laufen

Auch noch nicht klar ist, wie dann die Terminvergabe abgewickelt wird. In der Stufe 2 sind noch mehr Menschen als in der Prioritätsstufe 1. Beim Start der Terminvergabe für die Menschen aus der ersten Stufe gab es große technische Schwierigkeiten, sowohl bei der Telefon-Hotline als auch auf der Website. Beide Kanäle waren aufgrund der großen Zahl der Anfrage überlastet. „Diese Fragen werden im Moment mit dem NRW-Gesundheitsministerium abgestimmt“, so Schrage.

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Vom Wintereinbruch kurz vor der Eröffnung der Impfzentren am Montag seien die Verantwortlichen eiskalt erwischt worden. Dennoch seien 9.000 Menschen in Westfalen-Lippe in den ersten beiden Tagen wie geplant geimpft worden. „In den stark verschneiten Regionen in Ostwestfalen mussten bis zu ein Drittel der Bürger ihren Termin verschieben, in den meisten anderen Landesteilen lag die Ausfallquote zwischen fünf und zehn Prozent“, erklärt KVWL-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Spelmeyer.

„Krisenerprobte Zusammenarbeit“

Dass der Start der Impfzentren trotz Schnee und Eis geklappt hat, sei das Ergebnis der „kollegialen, vertrauensvollen und vor allem krisenerprobten Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort“, sagt Spelmeyer. Einige Abläufe müssten sich noch einspielen. Volker Schrage: „Jeder Tag, an dem geimpft wird, bringt uns dem Ende der Coronavirus-Pandemie näher.“

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Die Menge des Impfstoffs bestimme, wie viele Termine vergeben werden können. „Im Moment werden die über 80-Jährigen geimpft, weil sie ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, sowie Personen in verschiedenen medizinischen Einrichtungen“, betont Spelmeyer.

In Westfalen-Lippe haben mindestens 305.000 Bürger schon einen Impftermin erhalten – das entspricht 610.000 Erst- und Zweitimpfungen. Wer impfberechtigt ist und noch keinen Termin erhalten hat, kann diesen weiterhin telefonisch unter 0800 11611702 bzw. 116117 oder online unter www.116117.de vereinbaren.

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