Mit Mundschutz: Alpaka-Touren dürfen wieder stattfinden

dzAlpakas in Castrop-Rauxel

Tierliebhaber aufgepasst: Die Alpaka-Farmen in Castrop-Rauxel dürfen wieder öffnen. Allerdings mussten auch diese ein spezielles Schutzkonzept aufstellen - mit einer Maskenpflicht.

Obercastrop, Dingen

, 09.05.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf Daniels kleiner Farm an der Bochumer Straße ging es in den vergangenen Tagen etwas lauter zu. Die Alpaka-Farm hatte zwar nicht geöffnet, gearbeitet wurde vor Ort aber dennoch. Denn den Alpakas wurde die Wolle geschoren.

„Das ist absolut lebensnotwendig. Wenn man einem Alpaka für den Sommer die Wolle nicht abnimmt, dann kann es unter Umständen bis hin zum Kollaps kommen. Die Alpakas überhitzen“, sagt Daniel Hischke, Inhaber von Daniels kleiner Farm.

Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern schnitt er den Tieren die Wolle ab - dank einer Erlaubnis der Stadt Castrop-Rauxel. „Da es um das Tierwohl ging, durften wir arbeiten. Mit einem Mundschutz und soweit es geht auch mit dem nötigen Abstand untereinander“, so Hischke.

Die Alpakas haben die Trekking-Touren vermisst

Ab Samstag, 9. Mai, dürfen nun in Obercastrop auch wieder Alpaka-Touren stattfinden. Einen Tag zuvor startete Annelene Giese von Vivamos Alpaka bereits mit den Touren auf ihrer Farm an der Dorlohstraße in Dingen. „Für die Tiere wird erst einmal wieder ein Novum sein nach sieben Wochen Pause“, sagt Annelene Giese.

Sie habe bei den Tieren bemerkt, dass diese die Touren durch die umliegenden Felder und Wälder vermisst hätten. „Wenn ich das Gehege betrat und mich die Alpakas ohne Halfter sahen, wirkten sie schon ziemlich enttäuscht“, so Giese.

Diesen Eindruck hatte auch Daniel Hischke: „Nicht nur wir Menschen freuen uns, sondern die Tiere auch, denn Bewegung tut denen gut. Die hatten sie in den letzten Wochen zu wenig.“ Eine Trekking-Tour sei für ein Alpaka eine Art „Action-Day“ und den hatten die Tiere seit zwei Monaten nicht mehr.

Annelene Giese freut sich, dass sie mit ihren Alpakas von der Vivamos-Alpaka-Farm in Dingen wieder auf Trekking-Tour gehen darf.

Annelene Giese freut sich, dass sie mit ihren Alpakas von der Vivamos-Alpaka-Farm in Dingen wieder auf Trekking-Tour gehen darf. © Tobias Weckenbrock

Um allerdings überhaupt wieder Alpaka-Touren anbieten zu können, mussten die Farmen der Stadt Castrop-Rauxel ein Hygienekonzept vorlegen. Dieses umfasst fünf Punkte, die Daniels kleine Farm via Facebook kommuniziert:

  • Bitte bringt euch eine Maske / einen Mundschutz / einen Schal mit, denn unser Gelände darf nur mit adäquatem Schutz über Mund und Nase betreten werden.
  • Jeder Teilnehmer darf bis auf Weiteres und ohne Ausnahme maximal eine Begleitperson mitbringen.
  • Vor Ort haben wir Stationen zum Desinfizieren der Hände aufgestellt, bitte nutzt diese beim Betreten des Geländes.
  • Bitte haltet euch an die Abstandsregelung – unser Gelände bietet genügend Platz, ihr könnt also ohne Probleme Abstand zu anderen Gruppen halten und trotzdem alles sehen und mitbekommen.
  • Weiterhin gilt natürlich: Wenn ihr euch krank fühlt oder mit jemandem Kontakt hattet, bei dem Corona-Verdacht besteht (oder das Coronavirus gar bestätigt wurde), dann seht bitte in Eigenverantwortung von einer Teilnahme an unserer Tour ab. Die Gesundheit geht immer vor, und euren Termin können wir zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Keine offenen Besuchszeiten in Obercastrop

Normalerweise bietet Daniels kleine Farm auch offene Besuchszeiten an den Wochenenden an, doch diese entfallen vorerst. „Ich habe ein bisschen die Sorge, dass wenn wir jetzt Besuchszeiten ansetzen, dass dann viel mehr Leute vor der Tür stehen, als das sonst der Fall wäre. Dann kann ich dieses Hygienekonzept nicht mehr sicher gewährleisten“, sagt Daniel Hischke. Dafür führt Daniels kleine Farm aber mit dem Mittwoch einen zusätzlichen Trekking-Tag ein.

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Offene Besuchszeiten gibt es bei Vivamos Alpaka nicht. Das hat aber einen anderen Grund. „Unsere Farm liegt direkt am Wanderweg, die Tiere liegen oft in der Nähe des Zaunes“, so Annelene Giese. Vorsichtshalber habe sie die Bänke und Tische direkt am Gehege abgebaut, damit sich dort keine Gruppen sammeln würden. Annelene Giese ist aber froh, dass es nun wieder losgeht, wenngleich sie einen Wunsch hat: „Die letzten Wochen waren sehr entspannend. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“

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