Ein Kilometer lang war der Auto-Demonstrationszug, der durch Castrop-Rauxel fuhr. Das Foto entstand an der Vinckestraße. © privat
Coronavirus

Corona-Demo: Lange Auto-Schlange protestiert in Castrop-Rauxel

In einer langen Kolonne ziehen Autos am Sonntagnachmittag durch Castrop-Rauxel. Mit lauter Musik und Wortbeiträgen geht es um den Umgang mit dem Thema Corona. Die Polizei begleitet den Autokorso.

Mehr als zwei Stunden fuhren am Sonntagnachmittag lange Autoschlangen quer durch Castrop-Rauxel. Die Autofahrer äußerten mit lauter Musik, Hupen, Plakaten und per Megaphon ihre Meinung gegen Corona-Maßnahmen und den Lockdown. Auch deutsche und amerikanische Flaggen waren an den Fahrzeugen angebracht.

Der Schutz der Kinder, Impfung, die Zerstörung der wirtschaftlichen Grundlagen der Bevölkerung durch das Handeln der Politik, die Leugnung der Pandemie, Maskenpflicht waren einige der Themen der Querdenker-Demo. Vieles war nicht gut verständlich, weshalb sich in den sozialen Medien sogar die Diskussion entspann, für was diese Demo denn eigentlich stehe.

Der Autokorso wurde als Versammlung bereits im vergangenen Jahr angemeldet, so die Kreispolizei Recklinghausen auf Anfrage unserer Redaktion. Eine Einzelperson hatte sie angemeldet und dabei 150 Autos angekündigt. Zum Korso gehörte auch ein längerer Halt am Rathaus für eine Zwischenkundgebung.

Polizei zählte 109 Autos

Gestartet war der Zug gegen 14.30 Uhr auf einem Parkplatz am Stadion an der Bahnhofstraße. Ab 13 Uhr waren die ersten Autos, die längst nicht nur aus Castrop-Rauxel kamen, eingetroffen. Die Polizei, die „in ausreichender Anzahl“ den Zug begleitete, zählte 109 Autos, die sich auf einer Länge von einem Kilometer verteilten. „Es blieb alles friedlich“, so zog die Polizei gegen Ende des Korsos Bilanz. Unterstützt wurde sie auch von Kommunalen Ordnungsdienst, der mit einem Fahrzeug vor Ort war. Gegen 17.10 Uhr löste sich die Demonstration langsam auf.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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