Tim Berger und Jürgen Sartorius sind trotz Veranstaltungsstopp und Lockdown Live unterwegs. Nur eben etwas anders als sonst gewohnt. © Sartorius Music
Musik-Duo

Corona-Clou: Bei zwei Profi-Musikern kommt der Sound nun vom Bollerwagen

Konzerte können wegen des Coronavirus bis auf Weiteres nicht stattfinden. Doch beim Castrop-Rauxeler Künstler Jürgen Sartorius spielt weiter die Musik: aus dem Bollerwagen statt auf der Bühne.

Der Castrop-Rauxeler Entertainer und Musiker Jürgen Sartorius ist ein Grenzgänger. Musikalisch fühlt er sich in allen Genres wohl und beweist das seit Jahren als Solist wie auch als Mitglied von Bands und Musik-Duos immer wieder aufs Neue.

Eben so breitgefächert wie das Repertoire des Musikers sind auch seine Auftrittsorte. Egal, ob im Schützenzelt oder auf der Bühne bei Stadt- und Volksfesten zwischen Rhein und Ruhr – gespielt wird da, wo er Platz und Musikanlage vorfindet.

Nur seit März 2020 kommt das nicht mehr vor. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns und Veranstaltungsverbote haben dem Musiker zahlreiche Auftrittsmöglichkeiten genommen.

Straße wird zur Bühne

Aus der Not haben Sartorius und sein musikalischer Partner Tim Berger jetzt eine Tugend gemacht. Sie sind mittlerweile mit einer mobilen Beschallungsanlage und genügend Abstand unterwegs. Konkret bedeutet das: Die Straße wird zur Bühne, wenn die Musiker ihren mit Sound-Technik bestückten Bollerwagen im Schlepptau haben.

Mit dem speziell ausgestatteten Wagen sind die Musiker derzeit auf einer Mini-Live-Tour unterwegs. Sie spielen seit der Adventszeit viele kleine Open-Air-Konzerte unter Balkonen und vor Fenstern im Stadtgebiet und in anderen Städten des Kreises Recklinghausen.

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Corona-konform und mit Abstand sind Sartorius und Berger seither mal als Weihnachts-Duo oder als „Originale Cranger Gaudibuam“ zu sehen und zu hören.

Demnächst wollen die beiden mit Stimmungs-Hits und Schunkel-Klassikern die eigentlich abgesagte Karnevals-Session in der Region musikalisch bestreiten.

Gut gelaunt und mit Abstand

Die Idee hinter der Tour: Die Auftritte der Musiker sollen an Menschen verschenkt werden, die ein wenig Frohsinn nötig haben, wie Jürgen Sartorius sagt. Und die Idee, mit dem Bollerwagen an der Hand musikalische Grüße vor die Haustüren zu bringen, kommt offenbar gut an.

Denn mit ihrer kleinen Show-Karawane seien die Musiker gut gebucht, sagt der Musiker. Auch an Silvester waren sie unterwegs, um den passenden Soundtrack für Partys in Zeiten des „Social Distancings“ zu liefern.

In den Sozialen Medien wie Facebook erhalten Jürgen Sartorius und sein Mitmusiker großen Zuspruch für ihre Auftritte als mobile Party-Einheit.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Fabian Paffendorf, Jahrgang 1978, kam 2003 zum Journalismus. Ursprünglich als Berichterstatter im Bereich Film und Fernsehen unterwegs, drehte er kleinere Dokumentationen und Making-Of-Berichte für DVD-Firmen. In diesem Zusammenhang erschienen seine Kritiken, Interviews und Berichte in verschiedenen Fachmagazinen und bei Online-Filmseiten. Seit 2004 ist der gebürtige Sauerländer im Lokaljournalismus unterwegs. Für die Ruhr Nachrichten schreibt er seit Herbst 2013.
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