Dringende Bitte aus Castrop-Rauxel: „Lassen Sie es doch bitte mit der Hochzeit sein“

Coronavirus

Im Standesamt Castrop-Rauxel herrscht riesige Personalnot. Deshalb und wegen des grassierenden Coronavirus rät die Stadt gerade dringend davon ab, in den nächsten Wochen zu heiraten.

Castrop-Rauxel

, 21.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf eine Hochzeit sollte man derzeit verzichten. Die Trauung ist nur im Mini-Rahmen möglich; eine Feier ist eigentlich unmöglich.

Auf eine Hochzeit sollte man derzeit verzichten. Die Trauung ist nur im Mini-Rahmen möglich; eine Feier ist eigentlich unmöglich. © picture alliance / dpa

Laut Bürgermeister Rajko Kravanja klagt das Standesamt gerade über drei langfristige Krankheitsfälle (die nichts mit Corona zu tun haben) und die Arbeitsfähigkeit des Amtes massiv einschränken. Aus diesem Grund, aber auch wegen des Coronavirus, sollte man sich gerade sehr genau überlegen, ob man derzeit heiraten muss.

Der Erste Beigeordnete der Stadt, Michael Eckhardt, geht sogar noch weiter. Er sagt, dass „es gerade überhaupt keinen Grund gibt, zu heiraten. Wer es aus Steuergründen macht, kann das auch noch Ende des Jahres tun. Derzeit macht das doch eh keinen Spaß. Sie bekommen kein Restaurant und können nicht feiern.“ Daher sagt er: „Lassen Sie es doch bitte mit der Hochzeit sein.“

Nur im allerkleinsten Rahmen

Wer aber doch partout auf eine standesamtliche Hochzeit nicht verzichten will oder kann, muss dabei mit drastischen Einschränkungen leben. Denn ab Montag (23. März), so Kravanja und Eckhardt, werde man bei einer Trauung im allerkleinsten personellen Rahmen bleiben müssen.

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Kravanja: „Bei der Trauung müssen die Eheleute dabei sein, das ist klar. Aber sonst dürfen, und das haben wir mit allen Städten im Kreis abgesprochen, nur noch vorhandene Kinder an der Trauung teilnehmen.“

Da die Evangelische und die Katholische Kirche derzeit keine Gottesdienste feiern, sind kirchliche Hochzeiten im Moment auch nicht möglich.

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