„CO2-Dreckschleuder“ Datteln 4: 300 Menschen demonstrieren friedlich

Kraftwerks-Neubau

Das Kraftwerk Datteln 4 ist Umweltschützern weiterhin ein Dorn im Auge. Sonntag demonstrierten rund 300 Menschen vor Ort. Über 30 Castrop-Rauxeler beteiligten sich an der Demo.

Datteln, Castrop-Rauxel

, 22.06.2020, 12:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einer Fahrraddemo machten die Umweltaktivisten gegen Datteln 4 mobil.

Mit einer Fahrraddemo machten die Umweltaktivisten gegen Datteln 4 mobil. © dpa

Datteln 4 bleibt umstritten. Obschon es im Vorfeld der Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks zu Protesten gekommen war, wurde termingerecht zum 30. Mai der Betrieb aufgenommen. Und das, obwohl andere Kraftwerke aufgrund hoher CO2-Emissionen mittlerweile abgeschaltet worden waren.

Jetzt lesen

Sowohl Bundesregierung wie auch die NRW-Landesregierung hatten in den vergangenen Wochen die Inbetriebnahme des Werkes damit begründet, dass im Falle eines Betriebsausfalls hohe Schadensersatz-Zahlungen an den Betreiber Uniper zu leisten wären.

Demo verlief friedlich

Am Sonntag (21.6.) nahmen über 300 Menschen aus der Region an einer Fahrraddemo gegen Datteln 4 teil. Ziel war wieder das Kraftwerk selbst. Neben BUND und „Fridays for Future“ hatten auch die Castrop-Rauxeler Grünen, Die Linke und das Klimabündnis Castrop-Rauxel zur Teilnahme am Demonstrationszug aufgerufen. Ihre Forderung: „Die CO2-Dreckschleuder in Datteln muss abgeschaltet werden!“

Laut Ramona Hörst von der Pressestelle der Polizei im Kreis Recklinghausen verlief die Demo friedlich. Allenfalls habe es vereinzelte Verkehrsbeeinträchtigungen im Bereich der Route des Demonstrationszuges gegeben.

Lesen Sie jetzt