Castrop-Rauxels Juso-Vorsitzender Daniel Djan tritt zurück

Politik

Die Jusos, Nachwuchsorganisation der SPD, müssen sich in Castrop-Rauxel bald im Vorstand neu aufstellen: Daniel Djan (33), einer der beiden Vorsitzenden, hat an Neujahr seinen Rücktritt erklärt.

Castrop-Rauxel

, 06.01.2021, 15:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Daniel Djan (hier mit der Co-Juso-Vorsitzenden Lea Leidig) war nach Bürgermeister Kravanja der erfolgreichste Direktkandidat bei der Kommunalwahl mit einem Ergebnis von fast 50 Prozent.

Daniel Djan (hier mit der Co-Juso-Vorsitzenden Lea Leidig) war nach Bürgermeister Kravanja der erfolgreichste Direktkandidat bei der Kommunalwahl mit einem Ergebnis von fast 50 Prozent. © Jusos Castrop-Rauxel

Daniel Djan hat am Neujahrstag bei Facebook seinen Rücktritt als Juso-Vorsitzender in Castrop-Rauxel angekündigt. Der 33-Jährige, unter anderem Mitarbeiter im Wahlkreisbüro von Bundestagsmitglied Frank Schwabe, ist seit der Kommunalwahl im September Mitglied des Stadtrats für die SPD.

„Sobald es uns möglich ist, wieder eine Sitzung einzuberufen, werde ich als Vorsitzender der Jusos Castrop-Rauxel zurücktreten und Platz machen für einen Nachfolger, der dann zusammen mit Lea Leidig den Vorstand anführt“, so Djan in seiner Mitteilung. „Für mich bedeutet das, mich mehr auf meine Ratsarbeit und Aufgaben in der SPD zu konzentrieren.“

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Mit 33 Jahren sei er bei den Jusos „schon ein ziemlich alter Knacker“. In Oktober kandidierte Daniel Djan noch für den Landesvorstand der Jusos in NRW, wo er jedoch knapp die Wahl verlor. „Folgerichtig“, so sein Urteil, „es gibt deutlich jüngere und bessere Leute und ich bin froh, dass ich als Außenseiter mit meiner Kandidatur zumindest ein kleines Zeichen setzen konnte: Wenn ihr Lust auf solch eine Aufgabe habt, dann bewerbt euch und kandidiert! Genau davon lebt eine Demokratie.“

Drei Ziele gesetzt, alle erfüllt

Seine Amtszeit währte zweieinhalb Jahre. Am Anfang habe man auch schon mal nur zu dritt bei Sitzungen gesessen, das „übliche Problem für politische Parteien“, so Djan. Die drei Ziele von 2018, ein Arbeitsprogramm zu schreiben, sich mit anderen Jusos zu vernetzten und mehr Mitglieder, vor allem weibliche zu werben, habe man „mehr als erfüllt“.

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Aus dem Arbeitsprogramm gingen Vorschläge in das Wahlprogramm für die Kommunalwahl ein. Mit Jusos anderer Unterbezirke und Kreisverbände stehe man heute in regelmäßigem Austausch. Und: „Mit unseren Aktionen haben wir in Castrop-Rauxel in den letzten Jahren vielen Menschen eine Freude machen und ihnen helfen können.“

Inzwischen habe man einen zweistelligen Stamm an aktiven Mitgliedern aufgebaut, die im Wahlkampf ackern und mitarbeiten, ungefähr so viele weibliche wie männliche. Mit Lea Leidig bildet Djan seit Mitte 2019 eine Doppelspitze. Sie soll dort weiter machen und ein anderes Mitglied mit ihr in die Spitze aufrücken. Genauso, sagt Djan, sei es immer geplant gewesen. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen.

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