Castrop-Rauxeler Unternehmen GinkGo importiert elektronische Roller aus China

dzE-Mobilität

Das Unternehmen GinkGo aus Castrop-Rauxel verkauft seit fast zwei Jahren E-Roller. Ein besonderes Merkmal der Roller hebt die Roller der Eheleute Strehlau offenbar vom Markt ab.

Castrop-Rauxel

, 12.01.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit gut 1,5 Jahren führen die Eheleute Sandra und Udo Strehlau das Unternehmen GinkGo auf der Clemensstraße 69 in Castrop-Rauxel. Ihr Familienunternehmen hat sich auf den Verkauf von E-Rollern spezialisiert.

Beide haben beruflich bedingt in China gelebt haben bzw. leben immer noch dort. In Fernost kamen sie bereits vor einigen Jahren in Kontakt mit Elektro-Rollern. Sie gehören dort schon länger zum allgemeinen Straßenbild dazu.

Anfang 2017 kam den Strehlaus die Idee, ob es nicht auch in Deutschland einen größeren Markt für E-Mobilität, insbesondere für E-Roller gebe.

Geschäft aus Heimatliebe in Castrop-Rauxel eröffnet

„Auch wenn Castrop-Rauxel vielleicht nicht der attraktivste Standort ist: Wir haben uns trotzdem dazu entschieden, in unserer Heimatstadt einen Laden zu eröffnen“, erklärt Udo Strehlau.

Da die Technik in China aktuell wesentlich ausgereifter sei als in Deutschland, gingen sie vor Ort in Shanghai auf die Suche nach einem geeigneten Hersteller. Die Wahl fiel auf Yadea, den aktuellen Marktführer im E-Roller-Business.

„Uns war wichtig, ein qualitativ ausgereiftes Produkt zu verkaufen, das den deutschen Standards entspricht. Diese Qualität liefert uns Yadea“, sagt Sandra Strehlau. Die Kombination aus „deutscher“ Qualität und chinesischen Preisen mache den Unterschied aus zwischen den GinkGo-Rollern und den E-Rollern deutscher Hersteller, behaupten die Strehlaus.

Firmen-Name mit besonderer Bedeutung

Der Firmen-Name soll die Qualität der Roller unterstreichen. Dem Ehepaar lag es am Herzen, einen Namen zu finden, der fürs Grüne und für die Umwelt steht. Daher GinkGo in Bezug auf den Ginkgo-Baum bezieht.

„Der Baum steht fürs Grüne, für Langlebigkeit und für Widerstandsfähigkeit. All das steht auch für unsere Roller“, so Udo Strehlau.

Derzeit stehen über den Online-Shop der Firma zwei Modelle zum Verkauf: Der GinkGo R1, ein sportliches Modell, und der GinkGo R2, der in seiner Optik an eine Vespa erinnert.

Castrop-Rauxeler Unternehmen GinkGo importiert elektronische Roller aus China

Der GinkGo R1 ist die sportliche Variante des E-Rollers. Er soll mit einer Batterieladung 70 Kilometer schaffen. © Janine Jähnichen

Der R1 hat mit einer Batterieladung eine Reichweite von 70 Kilometern und kostet rund 2500 Euro, der R2 eine Reichweite von 50 Kilometern und liegt bei etwa 1700 Euro.

Castrop-Rauxeler Unternehmen GinkGo importiert elektronische Roller aus China

Der GinkGo R2 ähnelt der bekannten Vespa. Mit einer Baterieladung soll seine Reichweite 50 Kilometer betragen. © Janine Jähnichen

Elektroroller sind im sonstigen Fachhandel teurer. Zweirad Schmitz verkauft in diesem Segment laut Online-Shop ein Vespa-Fabrikat für 5900 Euro. In Online-Shops großer Elektronik-Anbieter gibt es E-Roller weitgehend unbekannter Marken allerdings auch schon für knapp unter 1000 Euro. Der Markt ist also umkämpft.

Im März will GinkGo den eigenen Shop um ein elektronisches Cargo Trike erweitern. Die sieht man auf unseren Straßen bisher so gut wie gar nicht.

Castrop-Rauxeler Unternehmen GinkGo importiert elektronische Roller aus China

Dieses lautlose, elektrische Cargo-Trike wird ab März 2020 zum Verkauf stehen. © GinkGo

Trotz verkaufsschwacher Wintermonate habe sich GinkGo 2019 aus Sicht der Strehlaus positiv entwickelt. Die angepeilten Verkaufszahlen seien leicht übertroffen worden. Enttäuscht sei man nur über eines: „Bisher ist die Kundschaft aus Castrop-Rauxel sehr überschaubar. Selbst in Nachbarstädten wie Waltrop fahren mehr GinkGo-Roller als hier vor Ort“, sagt Udo Strehlau und lacht.

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