Castrop-Rauxeler spenden 28.859,82 Euro an querschnittsgelähmte Svenja Zigard

dzSpendenbereitschaft

Das Leben von Svenja Zigard hing 2018 wochenlang am seidenen Faden. Weil sie seit einem Herzstillstand im Rollstuhl sitzt, braucht die Familie Spenden. Die Hilfsbereitschaft ist groß.

Castrop-Rauxel

, 07.02.2019, 11:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der 15. August 2018 ist für Svenja Zigard und ihre Familie ein Schicksalstag. Die damals 29-Jährige erleidet plötzlich einen Herzstillstand, fällt ins Koma und wacht daraus querschnittsgelähmt auf. Die berührende Geschichte der Frau, die sich seitdem auch für Söhnchen Luca zurück ins Leben kämpft, berührt die Castrop-Rauxeler. Sie haben insgesamt 28.859,82 Euro gespendet.

„Mit dieser Summe haben wir nicht gerechnet“, sagt Nadine Romahn, Nachbarin und Freundin der Familie, die die Spendenaktion im Dezember bei Facebook gestartet hatte. „Wir sind immer noch alle sehr baff.“

Spezieller Treppenlift kostet knapp 22.000 Euro

Das Geld kann die Familie gut gebrauchen. Denn Svenja Zigard benötigt einen speziellen Treppenlift, mit dem sie samt Rollstuhl zu Hause in die obere Etage gelangen kann. Und der ist teuer: „Der erste Kostenvoranschlag dafür liegt bei 21.420 Euro“, sagt Nadine Romahn, die der Familie bis heute viel hilft. Der Lift ist durch die Spende also gesichert, auch wenn er wahrscheinlich noch etwas teurer wird.

Hilfsbereitschaft

So lief die Spendenaktion für Svenja Zigard

  • Nadine Romahn hat den Spendenaufruf im Dezember bei Facebook gestartet. „Da geht aber immer ein gewisser Betrag von der Spende an Facebook“, sagt Romahn.
  • Weil man dort auch nur mit Kreditkarte zahlen kann, richtete sie ein Spendenkonto ein, auf das Castrop-Rauxeler direkt spenden können - ohne Abzug.
  • Bis Ende Januar sind dort 28.859,82 Euro eingegangen.
  • Das Geld ist schon an die Familie gegangen. Das Spendenkonto ist aufgelöst.

Doch damit Svenja Zigard bald wieder nach Hause kommen kann, braucht es noch mehr als den teuren Treppenlift. „Luca ist aus seinem Zimmer ausgezogen. Denn aus dem Kinderzimmer soll das Bad für Svenja werden“, sagt Nadine Romahn. Mithilfe eines Malers und Lackierers, der seine Hilfe angeboten hatte, konnte Luca schon ein neues Kinderzimmer beziehen. Das neue Bad steht als nächstes auf dem Programm.

Und auch für Svenja Zigard geht es Stück für Stück weiter. Seit knapp einer Woche ist sie in der Reha in Dortmund, wird dort vier bis sechs Wochen lang auf ihr neues Leben im Rollstuhl vorbereitet. SIe bleibt sogar am Wochenende für Anwendungen dort. „Dafür hat sie jetzt auch endlich einen eigenen Rollstuhl, der exakt auf ihre Maße angepasst wurde“, so die Nachbarin und Freundin.

Nach der Reha hoffentlich nach Hause

Svenja Zigard hofft, nach der Reha endlich wieder ganz nach Hause zu können. „Sie will jetzt gerne damit abschließen und versuchen, zurück in den Alltag zu finden“, sagt Nadine Romahn. Die Spenden helfen ihr sicherlich sehr dabei.

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