Bei der Ratssitzung am Donnerstagabend herrschte große Einigkeit beim Thema Ecosoil. © Nora Varga
Bodenaufbereitung

Castrop-Rauxeler Politik wehrt sich mit allen Mitteln gegen Ecosoil

Die Castrop-Rauxeler Politik und die Verwaltung sind sich selten so einig wie bei Ecosoil. Mit vereinten Kräften versucht man, die Ansiedlung der Firma in Gerthe/Merklinde zu verhindern.

Bei der Ratssitzung am Donnerstagabend (24.6.) hat sich die Castrop-Rauxeler Kommunalpolitik noch einmal geschlossen gegen die Ecosoil ausgesprochen. Da die Aufbereitungsanlage auf Bochumer Gebiet liegt, kann das benachbarte Castrop-Rauxel die Ansiedlung nicht verhindern. Das einzige Werkzeug, das die Stadt hat, sind die Zufahrtswege zu dem Werk, die in Castrop-Rauxel liegen.

Eine der Straßen, die durch die Ansiedlung mit deutlich mehr Lkw-Verkehr leben müsste, ist die Bövinghauser Straße. Ratsmitglied Tom Roehl (FDP): „Die Erschließung über die Bövinghauser Straße ist nicht gesichert.“ Theoretisch sei die Straße zwar breit genug für mehrere Lkw, aber praktisch wäre dann kein Weg mehr für Fußgänger und Radfahrer.

Auch die Stadtverwaltung ist dieser Auffassung. Stadtbaurätin Bettina Lenort: „Da sind wir uns alle einig.“ Alle Kontaktaufnahmen mit der Stadt Bochum seien bisher ins Leere gelaufen. Auch ein von der Stadt beauftragtes Anwaltsbüro bezweifelt den Erfolg des Vorhabens.

Am Ende waren sich alle Parteien einig, dass es eine Klage geben muss, wenn es zur Ansiedlung kommen sollte. Noch stünden allerdings relevante Gutachten aus, die über die Ansiedlung entscheiden. Am Ende wurde vom Rat einstimmig beschlossen: „Der Rat beauftragt die Verwaltung, den Klageweg gegen die Ansiedlung der Firma „Ecosoil“ in Bochum Gerthe zu prüfen.“

Über die Autorin
Volontärin
Jahrgang 2000. Ist in Bergkamen aufgewachsen und nach Dortmund gekommen, um die große, weite Welt zu sehen. Überzeugte Europäerin mit einem Faible für Barockmusik, Politik und spannende Geschichten
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Nora Varga

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