Rassismus

Castrop-Rauxeler erinnern an Hanau: „Hätte auch hier passieren können“

Politisch engagierte Castrop-Rauxeler haben an das Attentat von Hanau erinnert, bei dem ein Rechtsextremer 9 Menschen getötet hatte. Mit Plakaten erinnern sie an die Mord-Opfer.
Suzan Eda Aras (Jusos), Timo Eismann (GJ), Marietta Omidi, Fotis Matentzoglou (Integrationsrat) und Marius Kallenbach (Linksjugend) aus Castrop-Rauxel gedenken der Opfer von Hanau. © Daniel Djan

Die Grüne Jugend, Jusos, Linksjugend:solid und der Integrationsrat von Castrop-Rauxel haben am Freitag (19. Februar) mit einer gemeinsamen Aktion an das Attentat von Hanau vor einem Jahr erinnert.

Dort hatte am 19. Februar 2020 ein Rechtsextremer neun Menschen ermordet.

Beiträge für jedes Opfer

In Geschäften und Schaukästen in der Stadt hängten die Jugendparteien einen gemeinsamen Text aus. Zusätzlich schrieben die Mitglieder der Parteien persönliche Beiträge für jedes der Mordopfer.

Kerzen und Poster machen auf das Attentat aufmerksam.
Kerzen und Poster machen auf das Attentat aufmerksam. © Daniel Djan © Daniel Djan

In der Botschaft erklären sie: „Der Anschlag von Hanau hätte auch in Castrop-Rauxel geschehen können. Hier machen Menschen alltäglich Erfahrungen mit Rassismus und auch hier leben bekannte rechtsextreme Gewalttäter.“ Sie fordern: Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen.

Kurz vor dem Anschlag in Hanau hatte es in Castrop-Rauxel Razzien gegen Mitglieder der mittlerweile verbotenen Gruppe „Combat 18“ gegeben.

Als Höhepunkt der Aktion hängten Suzan Eda Aras (Jusos), Timo Eismann (Grüne Jugend), Marius Kallenbach (Linksjugend) sowie Marietta Omidi und Fotis Matentzoglou vom Integrationsrat die Bilder der Opfer am Europaplatz auf. Zehn Grabkerzen erinnern an die neun Opfer und die ermordete Mutter des Täters.

In etlichen deutschen Städten fanden ähnliche Aktionen statt. In der Nachbarstadt Dortmund kamen hunderte Menschen zusammen.

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