Castrop räumt auf: Müllsammelaktion für eine saubere Stadt

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Hoffnung auf eine sauberere Umwelt – Thomas Altmann ruft eine „Castrop-Rauxel räumt auf“-Aktion ins Leben. Am 5. September soll dem Dreck gemeinsam der Kampf angesagt werden.

Castrop-Rauxel

, 23.08.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Zigarettenschachtel hier, ein Taschentuch dort und hier und da noch die Eisverpackung – schaut man auf die Gehwege in Castrop-Rauxel fällt auf, der Müll liegt überall herum. Das hat auch Thomas Altmann bemerkt. Der 32-Jährige wohnt in der Nähe des Hallenbads und bemerkt bei seinen regelmäßigen Spaziergängen, dass die Stadt mehr und mehr verdreckt und die Bürger immer weniger acht auf ihre Umwelt geben.

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Castrop-Rauxeler ruft Non-Profit-Projekt ins Leben

„Die Leute wissen auch, dass es dreckig ist und beschweren sich, aber nur wenige tun etwas dagegen. Das ist so eine ‚Irgendwer räumt schon auf‘ – Haltung in der Gesellschaft“, so der Rauxeler.

Damit sich das nun ändert, hat Thomas Altmann im Juni entschlossen, eine Aktion ins Leben zu rufen, die die Stadt wieder sauber machen soll. „Castrop räumt auf“ heißt das Non-Profit-Projekt und soll am Samstag, 5. September, starten.

Zuerst gründete Thomas Altmann eine Facebookgruppe, schon daraus entwickelten sich einzelne kleine Sammelaktionen im Stadtgarten und im Erin-Park. Jetzt soll daraus ein Projekt für die ganze Stadt werden.

Am 5. September sollen die Bürger den Müll auf der Straße, in Parks, auf Spielplätzen, und wo sie ihn sonst noch finden, sammeln und können diesen dann bei Thomas Altmann am Hallenbad abgeben. „Ich habe mich mit dem EUV abgesprochen, sie stellen mir einen Container zur Verfügung und holen diesen dann samt Müll ab und entsorgen ihn“, erzählt Altmann.

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Corona ist für diese Aktion kein Hindernis, erklärt der Castrop-Rauxeler. „Solange wir nicht 300 Personen auf einmal am Hallenbad sind, ist alles gut. Ich habe mit dem Ordnungsamt gesprochen. Wer seinen Müll zum Container bringt, soll bitte eine Maske tragen und den Abstand zu den anderen Menschen einhalten, das war’s.“

Von 11 Uhr bis 18 Uhr haben alle die Möglichkeit, den gesammelten Müll abzugeben.

Weitere Aktionen sollen noch in diesem Jahr stattfinden

Als Dankeschön für die eifrigen Sammler hat sich Thomas Altmann auch etwas einfallen lassen. Er möchte von jedem Bürger, der Müll abgibt, ein Foto machen und dieses dann auf eine große Plakatwand an der Jet-Tankstelle auf der Bahnhofstraße bringen. „Dann sehen die Leute, wer mitgeholfen hat und wie viel Müll es in der Stadt gibt. Damit ich die Wand mieten kann, bin ich aber tatsächlich auf ein bisschen Unterstützung angewiesen. Die Aktion ist natürlich umsonst aber wer will, darf gerne eine kleine Spende da lassen. Alles, was nicht für die Plakatwand benutzt wird, wird dann an eine gemeinnützige Organisation in Castrop-Rauxel gehen“ erklärt Thomas Altmann.

Wenn die Aktion erfolgreich ist, dann möchte er das Projekt auch erweitern. Jetzt steht er mit dem Container in Rauxel, wenn alles gut läuft, sollen noch mehr Stadtteile in diesem Jahr folgen. „Mich würde das freuen, wenn es sogar städteübergreifend werden könnte“, so Altmann.

Wer Lust hat an der Aktion teilzunehmen, kann sich in der Facebook-Gruppe „Castrop räumt auf“ schon im Vorfeld informieren und austauschen. Bisher seien die Reaktionen sehr positiv ausgefallen, erzählt der 32-Jährige: „Die Leute finden das toll und wollen auch mithelfen. Wenn jeder ein kleines bisschen mithilft, können wir unserer Umwelt und Castrop-Rauxel was Gutes tun.“

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