„Castrop gegen Corona“: Organisatoren bedanken sich mit Banner

dzHilfskampagne

Seit Donnerstag (30.7) hängt in der Castroper Innenstadt ein großes Banner. Die Aktion soll nicht nur ein Dankeschön an die vielen Unterstützer einer Kampagne sein.

Castrop-Rauxel

, 01.08.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor vier Monaten riefen Dr. Christian Kühne und der Lions-Club „Castrop gegen Corona“ ins Leben. Unterstützt von vielen „Stadt-Promis“, wie etwa Bürgermeister Rajko Kravanja, startete die Kampagne am 25. März mit einem Videodreh, bei dem emotionale Botschaften an Castrop-Rauxeler gesendet wurden.

Als bloßer Appell für Rücksichtnahme und mehr Zusammenhalt während der Corona-Pandemie gedacht, entwickelte sich die Kampagne zu einer Spendenaktion weiter. Initiator Dr. Christian Kühne zeigt sich begeistert: „Inzwischen sind über 40.000 Euro an Spenden zusammengekommen. Das ist für mich eine einzigartige Aktion.“

Deshalb möchte sich Kühne, der als Chirurg im EvK arbeitet, bedanken. In Zusammenarbeit mit der Stadt und mit den Unterstützern, arbeiteten die Verantwortlichen an einem Banner, das seit Donnerstag (30.7) die Wand des alten Bunkers in der Stadt schmückt.

Banner als Mahnmal

Das von der helfenden Werbeagentur Böhmer&Partner erstellte Banner, zeigt neben der Aufforderung „Stop Corona-Virus“, vor allem zahlreiche Personen, die rote Masken tragen. „Wir haben dazu aufgerufen, dass die Leute uns ein Foto mit dem Symbol der Kampagne zu schicken“, erklärt Kühne.

Initiator Dr. Christian Kühne und die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Lasser-Moryson waren am Donnerstag dabei, als das Banner aufgehangen wurde.

Initiator Dr. Christian Kühne und die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Lasser-Moryson waren am Donnerstag dabei, als das Banner aufgehangen wurde. Kühne trägt dabei das Symbol der Kampagne. © Christian Kühne

Aus diesen Bildern mit den roten Masken sei dann eine Kollage erstellt worden, die jetzt am Busbahnhof am Münsterplatz hängt. Der Aushang soll jedoch nicht nur ein Dankeschön an alle sein. „Es soll auch als Mahnmal für die Zukunft dienen, weiterhin Rücksicht zu nehmen“, sagt Kühne.

Er fügt hinzu: „Nur weil die Maßnahmen gelockert sind, ist die Pandemie noch nicht vorbei. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Lasser-Moryson betont: „Mit diesem Banner weisen wir darauf hin, dass wir weiter vorsichtig sein müssen und weiterhin verantwortungsvoll im Miteinander handeln sollten.“

Kampagne soll weiterhin Projekte fördern

Auf die Frage, ob die Kampagne „Castrop gegen Corona“ in Castrop-Rauxel geholfen habe, das Virus einzudämmen, antwortet Kühne: „So vermessen wäre ich gar nicht, aber es könnte ein Stück weit dazu beigetragen haben, dass der Solidaritätsgedanke mehr gelebt wird und die Leute sensibilisiert und aufmerksamer geworden sind“.

Christian Kühne und Katrin Lasser-Moryson stiegen am Donnerstag auch selbst auf den Hebewagen.

Christian Kühne und Katrin Lasser-Moryson stiegen am Donnerstag auch selbst auf den Hebewagen. © Stadt Castrop-Rauxel

Obwohl die Themen wegen der Zahlen „aktueller denn je“ seien, soll „Castrop gegen Corona“ nicht ewig weitergeführt werden. „Irgendwann hat alles ein Ende“, so Kühne. Nach dem ersten „Boom auf die Masken“, auf denen ein durchgestrichenes „Ich“ und ein fettgedrucktes „Wir“ steht, habe sich die Lage normalisiert.

„Wir sind anfangs mit der Produktion gar nicht hinterhergekommen, aber irgendwann ist der Bedarf an Masken gedeckt“, berichtet der Arzt. Dennoch sollen weiterhin Spenden verteilt und Projekte gefördert werden. Im April wurden durch die Kampagne 2000 Euro an das Frauenhaus gespendet.

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