Caritas und DRK suchen nach Lösung für die Kleiderkammern

dzAltkleider

Wohin mit Kleiderspenden? Wegen Corona ist die „Aktion Rumpelkammer“ im Frühjahr ausgefallen, die Kleiderkammern von Caritas und DRK sind wegen der Pandemie dicht. Nach Lösungen wird gesucht.

Castrop-Rauxel

, 22.08.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wegen des Coronavirus ist die jährliche „Aktion Rumpelkammer“ des Kolping-Bezirksverbandes abgesagt worden. Und auch die Kleiderkammern von Deutschem Roten Kreuz (DRK) und der Caritas sind wegen Corona dicht und nehmen keine Kleiderspenden entgegen.

In vielen Haushalten in Castrop-Rauxel dürften sich Tüten mit aussortierter Kleidung stapeln, die noch tragbar sind und anderen Menschen helfen können.

Was nun? Unsere Redaktion hat nachgefragt bei der Caritas, dem DRK und der Flüchtlingshilfe. Caritas-Vorständin Veronika Borghorst sagt: „Wir überlegen, wie wir eine Lösung finden können.“ Sie hoffe und sei zuversichtlich, dass es im September wieder möglich gemacht werden könne, Kleiderspenden am Kirchplatz an der Lambertuskirche entgegen zu nehmen.

Haushaltswarenlager nimmt keine Altkleider entgegen

Auch DRK-Chef Christoph Behrenspöhler hofft, bald wieder eine Lösung anbieten zu können. Das grundsätzliche Problem bei der DRK-Kleiderkammer an der Bahnhofstraße: Die Ehrenamtlichen seien alle schon ein bisschen älter und gehörten damit zur Corona-Risikogruppe. Behrenspöhler hofft, auch jüngere Ehrenamtler für die Kleiderkammer zu finden.

Die Flüchtlingshilfe mit ihrem Haushaltswarenlager im Pavillon an der Westhofenstraße an der Cottenburgschule ist keine Alternative für Kleiderspenden. Silke Berten-Buchwald sagt: „Kleidung nehmen wir grundsätzlich nicht.“ Wohl aber Handtücher, Bettwäsche und Co.

Flüchtlingshilfe braucht Töpfe und Schulutensilien

Im Moment besonders gefragt seien alle Utensilien, die Kinder für den Schulbesuch benötigen, also Tornister, Hefte oder Stifte. Und immer sei Bedarf da an Töpfen, Pfannen, Geschirr und Wassergläsern. Der Pavillon an der Westhofenstraße öffnet jeden Donnerstag von 17 bis 18.30 Uhr zur Entgegennahme von Spenden und zur Ausgabe an bedürftige Menschen aus Castrop-Rauxel.

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Und die Klamottencontainer unter der Regie des Stadtbetriebs EUV? Sie werden nach wie vor regelmäßig abgefahren und entleert. Leider hindert das manche Menschen nicht, Kleidung nicht einzuwerfen, sondern einfach daneben zu stellen. So wie vor kurzem wieder am Standort Ecke Funke-/Bodelschwingher Straße auf Schwerin.

Zusätzliche Einsätze zahlen alle Gebührenpflichtigen

Aber das ist ein grundsätzliches Vermüllungsproblem an den Container-Standorten des Stadtbetriebs. Die vielen zusätzlichen Einsätze von EUV-Fahrzeugen werden auf die Gebühren aller Gebührenpflichtigen in Castrop-Rauxel umgelegt - also von allen Bürgerinnen und Bürgern bezahlt.

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